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Vorbeugen ist der beste Schutz

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Die Gemeinde Katlenburg-Lindau hat auf Bekämpfungsmaßnahmen von Ratten hingewiesen.
Die Gemeinde Katlenburg-Lindau hat auf Bekämpfungsmaßnahmen von Ratten hingewiesen. © Privat

Katlenburg-Lindau – Mit Beginn der kalten Jahreszeit ist verstärkt damit zu rechnen, dass Ratten in Wirtschafts- und Wohngebäude eindringen. Daher möchte die Gemeinde Katlenburg-Lindau auf Folgendes hinweisen: „Ratten stellen ein Gesundheitsrisiko für die Menschen dar. Sie übertragen und verbreiten unter anderem die Erreger von Tuberkulose, Typhus, Salmonellose und der Weilschen Krankheit. Sie übertragen Tierseuchen wie Tollwut oder Milzbrand und verursachen darüber hinaus nicht unerhebliche Materialschäden an der Bausubstanz von Gebäuden, an Einrichtungsgegenständen und Warenbeständen. Außerdem vernichten Ratten Nahrungsmittel durch Fraß oder Verschmutzung.“

In der öffentlichen Bekanntmachung heißt es weiter: „Sollten Sie feststellen, dass sich Ratten auf Ihrem Grundstück befinden, sind zunächst Sie als Besitzer des Grundstücks nach der Verordnung über die Rattenbekämpfung im Lande Niedersachsen vom 29.09.1977 (Nieders. GVBI. S. 301) zur Rattenbekämpfung verflichtet. Die bei der Rattenbekämpfung entstehenden Kosten tragen Sie als Verpflichtete/Verpflichteter. Bei der Bekämpfung der Ratten sollten möglichst Mittel mit dem Wirkstoff Warfarin und in Gillersheim mit dem Wirkstoff Difenacoum verwendet werden, da diese Mittel auch durch den Bauhof der Gemeinde Katlenburg-Lindau ausgelegt werden. Bei der Verwendung anderer Mittel besteht die Gefahr, dass die Ratten hiergegen immun werden. Jeder Packung Rattengift liegt eine ausführliche Gebrauchsanweisung des Herstellers bei. Die Beachtung dieser Hinweise ist Voraussetzung für eine wirkungsvolle Bekämpfung dieser gefährlichen Schädlinge. Hinweise zur Bekämpfung und zu geeigneten Mitteln erhalten Sie auch beim Bauhof der Gemeinde Katlenburg-Lindau unter den Telefonnummern 05552/1099 oder 0171/7676654.

Die Gemeinde Katlenburg-Lindau wird auf den in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Grundstücken, zum Beispiel in den Kanalisationsanlagen, die erforderlichen Rattenbekämpfungsmaßnahmen vornehmen. Es ist jedoch sehr wichtig, dass die Rattenbekämpfung zeitlich koordiniert auf zwei Ebenen erfolgt: auf der Oberfläche und unter der Oberfläche in der Kanalisation. Nur so kann die Bekämpfung der Ratten Erfolg haben. Ratten sind so zu bekämpfen, dass Menschen, Haustiere und Wild nicht gefährdet werden. Werden Rattenbekämpfungsmittel an Orten ausgelegt oder aufgestellt, die Dritten zugänglich sind, so ist auf ihren Standort deutlich erkennbar hinzuweisen. Ferner sind das Mittel und sein Wirkstoff sowie die in Fällen von Vergiftungen bei Menschen und Tieren notwendigen Sofortmaßnahmen anzugeben. Tote Ratten sind von den Verpflichteten unverzüglich unschädlich zu beseitigen. Die o.a. Verordnung erlaubt das Verbrennen sowie die Ablieferung bei Tierkörperbeseitigungsanstalten. Im Falle des Vergrabens müssen die toten Ratten mindestens 50 cm durch eine Erdschicht überdeckt sein. Sie dürfen nicht im Grundwasser liegen.

Vorbeugen ist allerdings der beste Schutz vor einer Rattenplage. Zur Bekämpfung der Ratten haben sich folgende Maßnahmen bewährt: • Einwanderungsmöglichkeiten für Ratten in Kellern oder auf Dachböden verschließen. • Vorhandene Öffnungen in den Wänden verschließen. • Essensreste und tierische Abfälle gehören in die Biotonne und nicht auf den Kompost. • Keine restlichen Lebensmittel über die Toilette in die Kanalisation einleiten; für Ratten ist diese Art der Entsorgung im wahrsten Sinne des Wortes ein „gefundenes Fressen“. • Tierfutter nicht offen stehen lassen und Futternäpfe nach dem Füttern reinigen.“

In der nächsten Zeit wird um eine erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Kinder sollten Rattenköder, die sie beim Spielen finden, nach Möglichkeit nicht berühren. Vorsorglich wird auf die Telefonnummer der Giftnotzentrale in Göttingen hingewiesen – diese lautet 0551/19240.

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