„Katholisch sein heißt, die Größe des Herzens zu haben, zu allen Menschen zu gehen“

Zwei Priester werden im Hildesheimer Dom geweiht

Bischof Dr. Heiner Wilmer weiht die Diakone Kirill Buslov und Christian Gawel zu Priestern.
+
Bischof Dr. Heiner Wilmer weiht die Diakone Kirill Buslov und Christian Gawel zu Priestern.

Hildesheim – Zwei neue Priester für das Bistum Hildesheim: Bischof Dr. Heiner Wilmer hat die Diakone Kirill Buslov und Christian Gawel im Hildesheimer Dom zu Priestern geweiht. Während des feierlichen Weiheaktes versprachen die Priesteramtskandidaten dem Bischof Ehelosigkeit und Gehorsam. Als Zeichen ihrer Hingabe und Demut gegenüber Gott legten sie sich ausgestreckt auf den Boden, während die Gottesdienst-Gemeinde in der Allerheiligenlitanei für sie betete.
Vollzogen wurde die Weihe schließlich durch Handauflegung des Bischofs und das Weihegebet. Als Priester werden Buslov und Gawel, den drei Grunddiensten der Kirche entsprechend, das Evangelium verkünden, die Sakramente feiern und sich um die Bedürftigen sorgen. Buslov stammt aus Rotenburg (Wümme) und arbeitete als Diakon bisher im überpfarrlichen Personaleinsatz in den zu Hannover-Süd gehörenden Pfarrgemeinden. Gawel stammt aus dem Stiftsdorf Borsum und gehörte als Diakon zum Seelsorgeteam in Bremerhaven. Beide waren an diesen Orten bereits als Seelsorger tätig, die taufen, trauen und predigen durften.
Als Priester können Buslov und Gawel künftig auch die Eucharistie feiern und die Beichte hören. Beide werden nun an ihre bisherigen Wirkungsstätten in Hannover und Bremerhaven zurückkehren und als Kapläne die dortigen Pfarrer in der pastoralen Arbeit weiter unterstützen. In seiner Predigt sagte Bischof Wilmer, dass die enge Verbundenheit zum Herrn das Zentrum der priesterlichen Identität sei: „Sie folgen dem Vorbild Jesu. Priester wird man nicht für sich selbst, sondern zur Ehre Gottes und für andere“. Dazu würden vor allem auch Menschen zählen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. „Katholisch sein heißt, die Größe des Herzens zu haben, zu allen Menschen zu gehen und bei ihren Erfahrungen anzusetzen“, mahnte Wilmer. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare