Mit bis zu 150 km/h auf der Flucht

Wilde Verfolgungsfahrt

Polizeikelle
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Symbolbild.

Hildesheim – Was zunächst als schlichte Kontrolle beginnen sollte, endete als halsbrecherische Verfolgungsfahrt. Am Sonntag gegen 8.10 Uhr fiel einer Hildesheimer Streifenwagenbesatzung ein Honda Jazz auf, der trotz widriger Lichtverhältnisse den Lerchenkamp in Richtung Drispenstedt befuhr.

Die Beamten entschlossen sich dazu, den Fahrzeugführer auf die schlechte Sichtbarkeit seines Autos hinzuweisen und folgten ihm. Auf Haltezeichen reagierte der Fahrer jedoch nicht; vielmehr beschleunigte er auf mehr als 70 km/h, bevor er den Kreisverkehr an der Jet-Tankstelle durchfuhr und wieder auf den Lerchenkamp Richtung Westen zurückfuhr. Anschließend befuhr er mit stark überhöhter Geschwindigkeit die Junker- und die Schinkelstraße. Aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit von etwa 90 km/h verlor er schließlich beim Abbiegen auf die Lavesstraße die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen den dortigen Bordstein und ein Verkehrszeichen.

Hiervon unbeeindruckt, setzte er seine Fahrt letztlich über die Bundesstraße 6 mit bis zu 150 km/h nach Hasede fort. In Hasede versuchte der junge Mann, den Einsatzkräften zu entkommen, indem er sein Fahrzeug abrupt stoppte und fußläufig weiter flüchtete. Nach kurzer Zeit konnte er jedoch eingeholt und zunächst auf dem Boden fixiert werden. Nun offenbarte sich den Beamten auch der augenscheinliche Grund für sein Fluchtverhalten: Der Atem des 34-jährigen Hildesheimers roch deutlich nach Alkohol. Ein später durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,7 Promille.

Durchsuchung

Bei der Durchsuchung des Mannes nach etwaigen gefährlichen Gegenständen fand der durchsuchende Beamte in einer Jackentasche außerdem eine weiße Substanz, die sich später als Kokain herausstellte. Außerdem wurden zwei Impfausweise aufgefunden. Der eine Ausweis war mit seiner Personalie versehen, der andere wies keinerlei Personaldaten, jedoch zwei Chargenaufkleber eines Covid-Vakzins auf.

Aufgrund der Atemalkoholfeststellung wurde dem Mann im Anschluss in der Dienststelle der Polizei Hildesheim eine Blutprobe entnommen. Zusätzlich ordnete ein Bereitschaftsrichter die Durchsuchung der Wohnung des Hildesheimers an, um dort weitere Beweismittel im Zusammenhang mit dem falschen Impfnachweis und weitere Betäubungsmittel aufzufinden. Bei der Durchsuchung unterstützte eine Kollegin der Diensthundführergruppe Hildesheim mit ihrem Rauschgiftspürhund. Den Mann erwarten jetzt diverse Strafverfahren sowie der Entzug der Fahrerlaubnis.

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