Hildesheimer Jungforscher sind auch auf Landesebene sehr erfolgreich

Und wieder geht es zum Bundeswettbewerb

Die Teilnehmer von „Jugend forscht“ zusammen mit Vertretern der HI-REG: Regionalwettbewerbsleiter Dieter Kubisch (r.) und sein Nachfolger Daniel Kahle (hintere Reihe, 2.v.r.) mit den Jugendlichen.

HILDESHEIM Die sechs Schüler, die dieses Jahr von dem Hildesheimer Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ ins Rennen geschickt wurden, überzeugten mit ihren vier Projekten die Jury auch beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld. Insgesamt traten beim diesjährigen Landeswettbewerb, der zum 24. Mal von der TU Clausthal ausgerichtet wurde, 73 Teilnehmer mit 42 Forschungsarbeiten an.

Regionalwettbewerbsleiter Dieter Kubisch freut sich über die Ergebnisse der Hildesheimer Schüler: „Das zeigt, dass die Qualität der Arbeiten, die wir im Regionalwettbewerb auswählen, insgesamt nach wie vor einen hohen Standard aufweist.“ Einen wahren Freudentaumel löste der Landessieg im Fachbereich Biologie bei den beiden Teilnehmerinnen Berit Bretthauer (16) und Susanne Schinzel (16) aus.

Die Andreanerinnen beeindruckten die Jury mit ihren Ausarbeitungen zu dem Thema „Wie pflege ich meine Zähne im ganztägigen Schulalltag?“ Berit Bretthauer und Susanne Schinzel untersuchten die Wirksamkeit von Zahnpflegekaugummis und verglichen diese mit den Ergebnissen, die beim Kauen von frischen Kräutern herauskamen. Dabei fanden sie heraus, dass beispielsweise Minze genauso bakterienhemmend wirkt, wie bestimmte Sorten der getesteten Kaugummis, während einige der Kaugummis keinerlei Wirkung erzielten. Für ihr interessantes Thema und die gelungene Ausarbeitung erhielten die beiden außer dem Landessieg auch den Sonderpreis der niedersächsischen Kultusministerin für eine besonders kreative Arbeit.

Ebenfalls gleich zwei Preise erhielt die 17-jährige Svea Marie Meyer. Die Schülerin des Andreanums, die bereits im vergangenen Jahr den Landessieg holte und nach dem Bundeswettbewerb ihr Projekt in China vorstellen durfte, überzeugte in diesem Jahr mit ihren Ideen zum Thema „Weniger Prüfungsstress durch Inklusion?“ Dafür gewann sie nicht nur, wie bereits im letzten Jahr, den Sonderpreis der niedersächsischen Kultusministerin für eine besonders kreative Arbeit, sondern außerdem einen zweiten Platz im Fachbereich Arbeitswelt.

Hartnäckig war auch Leon Buttchereit (17), der wie Svea Marie schon seit einigen Jahren bei „Jugend forscht“ dabei ist. Er erhielt für seine Überlegungen zu dem Thema „Sodbrennen, und was nun?“ im Fachbereich Chemie den dritten Platz. In seinem Projekt tüftelte er mit einer künstlich hergestellten Magensäure und fand heraus, dass Milch und Sauerkrautsaft sehr gut gegen Sodbrennen helfen – ganz ohne Einsatz von Medikamenten. Keinen Preis, dafür aber jede Menge interessante Erfahrungen und schöne Erinnerungen an einen gelungenen Landeswettbewerb, nahmen Torben Evers (18) und Joshua Naumann (18) vom Scharnhorstgymnasium mit nach Hause. Die beiden bauten und entwickelten ein ausgeklügeltes 3D-Schachspiel und erweckten damit unter den Besuchern des Wettbewerbs an ihrem Stand reges Interesse und sorgten für knifflige Spielstimmung. Während Berit Bretthauer und Susanne Schinzel sich nun auf die Teilnahme am 49. Bundesfinale vom 29. Mai bis 1. Juni in Künzelsau freuen können, müssen sich die 17 Sieger des Regionalwettbewerbs „Schüler experimentieren“ noch etwas in Geduld üben. Vom 4. bis 6. April treten die Schüler der Sparte für Teilnehmer unter 14 Jahren beim Landeswettbewerb in Oldenburg gegen ihre Landeskollegen an. Weitere Informationen zu den Landeswettbewerben gibt es auch im Internet unter der Adresse www.jugend-forscht.de.

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