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„Viele Fragen offen“

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Dirk Bettels, Hans-Werner Fechner, Christian Berndt und Heinrich Albers (von links) informieren im Kreishaus zum Fusionsgutachten. Das Ergebnis: Die CDU-Fraktionen bleiben skeptisch.
Dirk Bettels, Hans-Werner Fechner, Christian Berndt und Heinrich Albers (von links) informieren im Kreishaus zum Fusionsgutachten. Das Ergebnis: Die CDU-Fraktionen bleiben skeptisch.

KREIS „Trotz der sehr fundierten Diskussionsveranstaltung im großen Sitzungssaal des Hildesheimer Kreishauses hat sich unsere Skepsis gegenüber einer Fusion unserer beiden Landkreise nicht gelegt“, betonen die beiden CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Berndt (Hildesheim) und Hans-Werner Fechner (Peine) übereinstimmend.

Der von Landrat Reiner Wegner beauftragte Gutachter Heinrich Albers (die LDZ berichtete) stellte den ersten Teil seiner gutachterlichen Überlegungen in einer öffentlichen Veranstaltung vor. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass langfristig eine Fusion der beiden Kreise sinnvoll sein könne. Einigkeit bestand, dass größere finanzielle Ersparnisse kaum zu erzielen sein werden; auf Führungs- und Stabsebene entfallen zwar einige Positionen, dafür sind über einen längeren Zeitraum Doppelstrukturen zu erwarten.

Fechner und Berndt forderten vehement, dass die Arbeitsgruppen und alle sonstigen mit den Fusionsverhandlungen befassten Gremien sich genügend Zeit lassen müssten, um wirklich alle Kriterien zu berück-sichtigen zu können. Darunter fallen die zahlreichen Themen, die in der von Dirk Bettels, Leiter des „Arbeitskreises Fusion“ der CDU-Hildesheim, moderierten Diskussion vertieft wurden. Die Arbeitsverwaltung arbeitet unterschiedlich: Peine hat optiert, Hildesheim verfügt über eine Jobcenter. Peine unterhält eine kreiseigene Musikschule, Hildesheim ist am Theater für Niedersachsen beteiligt.

Unterschiedlich erscheinen den Christdemokraten auch die sozialen und kulturellen Hintergründe: Bevölkerungsstrukturen und gewachsene Gemeinschaft seien nicht untersucht. Fraglich sei auch, welche Rolle der einzelne Kreistagsabgeordnete zukünftig noch spielen werde, denn neben den räumlichen Entfernungen von Freden bis Edemissen oder von Elze bis Vechelde würde zukünftig ein Abgeordneter 6 000 Bürger vertreten. Weitere Auswirkungen würden sich auf Industrie- und Handelskammer, Landvolk, Jägerschaft, Kreissportbünde, Handwerkskammer etc. ergeben, deren Umfang und Tiefe noch nicht absehbar seien und auch bis Jahresende nicht absehbar sein können. Bereits dann sollen aber, so Berndt, schon Entscheidungsvorschläge den Kreistagen unterbreitet werden. „Im Zweifel muss der ohnehin unrealistisch kurze Zeitplan verlängert werden“, sagen die beiden Fraktionsvorsitzenden Fechner und Berndt, die den Prozess auch weiterhin kritisch-konstruktiv und völlig ergebnisoffen begleiten wollen.

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