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Ute Bertram und Evelin Wißmann sprechen über Groko-Müdigkeit und das Selbstbewusstsein der Landkreis-Bewohner

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Von: Florian Mosig

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Bundestagskandidatin Ute Bertram und die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann zu Besuch bei der LDZ:
Bundestagskandidatin Ute Bertram und die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann zu Besuch bei der LDZ. © Florian Mosig

Kreis – Wahlkampf unter Corona-Bedingungen? „Das ist eine echte Herausforderung“, betont die CDU-Kreisvorsitzende Ute Bertram. Glücklicherweise sinken die Inzidenzwerte, so dass in der „heißen Phase“ auch wieder Präsenzveranstaltungen und Straßenwahlkampf-Aktionen stattfinden können. Dennoch würden es harte Monate werden. „Die Menschen haben Urlaub und wollen sich noch nicht um Politik kümmern – und dass Kommunalwahl und Bundestagswahl so dicht beieinander liegen, lässt erahnen, dass der Bundestrend auch auf die Kommunalwahl abfärbt“, so die Alfelderin, die sich um ein Bundestagsmandat bewirbt. Bertram war mit der Landratskandidatin Evelin Wißmann in Gronau, um über Ziele zu sprechen. Die Erste Kreisrätin zeigte sich selbstbewusst. Sie habe, als sie 2017 zur Stellvertreterin von Olaf Levonen wurde, schnell herausgefunden, dass in der Zusammenarbeit mit den Kommunen „Luft nach oben“ sei und dass der Landkreis – übrigens der viertbevölkerungsreichste in Niedersachen – nicht nur auf Landesebene, sondern auch gegenüber der Kreispolitik selbstbewusster auftreten müsse: „Wir wurden nur als Schreibbüro des Kreistages wahrgenommen.“ Durch Levonens Erkrankung ist sie in der Verantwortung, und sie versucht strukturelle Veränderungen im Kreishaus durchzusetzen.

Bertram liegt für ihre mögliche zweite Zeit im Bundestag weiterhin das Thema Gesundheit am Herzen.  Ein zweites Thema ist für sie, dass nach Corona die Wirtschaft wieder anspringt. „Energiepolitik kann nur mit allen Akteuren funktionieren, und sie muss sozialverträglich sein“, betont sie, und dass sei nicht als Absage von Schwarz-Grün zu verstehen. „Ich kämpfe darum, dass die CDU die stärkste Partei im Bund ist. Mit möglichen Koalitionen beschäftigen wir uns noch nicht. Es steht aber fest, dass die Menschen groko-müde sind“, sagt die Christdemokratin. 

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