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Urteil ist rechtskräftig

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Von: Larissa Zimmer

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Die erste Strafkammer des Landgerichts Hildesheim hat heute das Urteil gegen den 33-jährigen Hildesheimer, der seinen zwölf Wochen alten Sohn derart geschüttelt haben soll, dass dieser an den Folgen verstarb, gefällt.
Die erste Strafkammer des Landgerichts Hildesheim hat am 14. Januar das Urteil gegen den heute 34-jährigen Hildesheimer, der seinen zwölf Wochen alten Sohn derart geschüttelt haben soll, dass dieser an den Folgen verstarb, gefällt. © Larissa Zimmer

Hildesheim – Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil der Strafkammer 1 des Landgerichts Hildesheim vom 14. Januar 2022 bestätigt, mit welchem ein heute 34-jähriger Mann wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt wurde (die LDZ berichtete).

Die Revision des Angeklagten hat der in Leipzig ansässige 6. Strafsenat des BGH durch Beschluss vom 12. Juli 2022 als unbegründet verworfen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Nach den Feststellungen der Kammer hat der Angeklagte am 25. März 2021, während er in Abwesenheit der Mutter allein mit dem Kind in der Wohnung in Hildesheim war, in einer Überforderungssituation seinen schreienden, zwölf Wochen alten Sohn für mehrere Sekunden so stark geschüttelt, dass massive Hirnverletzungen eintraten und das Kind mehrere Tage später verstarb.

Der Angeklagte hatte den Tatvorwurf in der Hauptverhandlung in Abrede genommen. Die Kammer kam jedoch nach neun Hauptverhandlungsterminen und einer umfangreichen Beweisaufnahme mit Gutachten von insgesamt acht medizinischen Sachverständigen zu dem Ergebnis, dass ein Schütteltrauma eindeutig als Todesursache festzustellen sei. Der heute 34-Jährige wurde am 1. April 2021 inhaftiert und befand sich seither zunächst in Untersuchungshaft.

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