Zukunftsstadt, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Stadt-Werk-Gespräche in Sorsum

Unterschiedliche Bedürfnisse verknüpfen

An Pinnwänden können die Teilnehmer der Stadt-Werk-Gespräche ihre Wünsche und Ideen für die zukünftige Entwicklung Sorsums anbringen.

HILDESHEIM „Die Städte von morgen zu gestalten heißt, die Bewohner von heute einzubeziehen.“ So lautet ein Leitsatz des Wettbewerbs Zukunftsstadt, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015, an der auch die Stadt Hildesheim unter dem Motto „Wohnen in Hildesheim - attraktiv innovativ inklusiv für alle Lebensformen“ teilnimmt. Die Wünsche und Ideen der Bevölkerung sollen dabei unter anderem im Rahmen von so genannten Stadt-Werk-Gesprächen, die in den unterschiedlichsten Ortsteilen stattfinden, eingebracht und diskutiert werden.

Den Auftakt machten kürzlich die Stadt-Werk-Gespräche in Sorsum. An den drei Veranstaltungen nahmen jeweils etwa 15 bis 20 Bürger teil und trugen unter Moderation von Henner Lenfers ihre Visionen für „Sorsum 2030+“ zusammen. Quintessenz: Sorsum möchte attraktiv für junge Familien bleiben, die unterschiedlichen Lebensbedürfnisse der Generationen optimal miteinander verknüpfen und Treffpunkte im Ort und im Internet schaffen. Konkret wurde diesbezüglich über eine Tauschbörse nachgedacht, zu der sich junge und ältere Menschen zusammenfinden könnten, um zum Beispiel einen „Wohnraumtausch“ vornehmen zu können. Darüber hinaus gab es lebhafte Diskussionen über würdevolles Altern mit ausreichender Nahversorgung, den Erhalt von Infrastruktureinrichtungen oder die Möglichkeit, Neubürgern attraktive Wohnbauflächen und Bestandsimmobilien zur Verfügung zu stellen. „Wir haben hier Menschen, die allein ihre Häuser bewirtschaften müssen, weil sie keine attraktive Alternative dazu vor Ort finden, sich aber auch nicht entwurzeln möchten. Auf der anderen Seite stehen junge Familien, die keine geeigneten Grundstücke oder Immobilien für ihre Nestbauphase finden. Da müsste doch eine Möglichkeit geschaffen werden, die Interessen auszugleichen.“ So lautete ein Diskussionsbeitrag vor Ort.

Hervorgehoben wurde auch der besondere Bedarf an Einzelhandelsangeboten und damit verbunden auch Möglichkeiten zu weitergehenden Dienstleistungs- und Serviceangeboten. Als starker Partner für die Zukunft wird auch in dieser Hinsicht weiterhin die Diakonie Himmelsthür gesehen. Ob es um Wohnangebote, Service oder die Einrichtung eines neuen Treffpunktes geht - die Diakonie lässt für Sorsum noch viel Potenzial durchblicken.

Für die drei Themenblöcke „Wohnen“, „Dienstleistungsangebote“ sowie „Treffpunkte und Kommunikation“ wurden Arbeitsgruppen gebildet und Ansprechpartner benannt. „Wir freuen uns auf weitere Nachrichten aus dem Zukunftsquartier Sorsum“, sieht Renate Pischky-Winkler (Stadt Hildesheim, Stabsstelle Demographie und Inklusion) dem weiteren Diskurs im Ortsteil erwartungsvoll entgegen.

Die nächsten Stadt-Werk-Gespräche* finden am 21. November von 10 bis 14 Uhr im Stadtfeld in der Freien Evangelischen Gemeinde, von-Thünen-Straße 1, am 15. Januar von 15 bis 18 Uhr im Gemeindesaal der Lambertikirche und am 28. Januar in der Nordstadt an der Aula der Nordstädter Grundschulen, Justus-Jonas-Straße 3, statt. Im Anschluss sind weitere Veranstaltungen auch in anderen Stadtteilen vorgesehen.

Weitere Informationen rund um das Thema „Wettbewerb Zukunftsstadt“ finden sich unter www.hildesheim.de/zukunftsstadt.

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