Jahresempfang des Forums Handwerk bietet lockere Gesprächsrunde

Themen, die das Handwerk bewegen

Gäste aus Politik, Kirche und Bankwesen kommen zum Neujahrsempfang: Thorsten Ußkurat (kleines Bild), Vorsitzender des Forums Handwerk, erläutert aktuelle Themen – von den Energiepreisen bis zum Mindestlohn. Fotos: Kolbe-Bode

HILDESHEIM Der Jahresempfang des Forums Handwerk bot den Gästen aus dem regionalen Handwerk, aus Politik, Wirtschaft, Unternehmerfrauen und Kirche sowie dem öffentlichen Leben den Rahmen für Gespräche in lockerer Atmosphäre. Impulse dazu gaben Thorsten Ußkurat und Eckard Gorka in ihren Grußworten.

Thorsten Ußkurat, Vorsitzender des Forums Handwerk, stieß dazu aktuelle Themen an, die das Handwerk bewegen. Das sind die Energiepreise, die das Handwerk und die Endverbraucher, trotz derzeit gesunkener Preise, durch die EEG-Umlage immer noch mehr belasten als die Industrie. Das mache sich besonders in den Bäckereibetrieben bemerkbar. Sie würden mehr für ihre Energie als industriell arbeitende Teiglingshersteller bezahlen.

Als positiv empfand er das Bekenntnis zum Meisterbrief. Er erinnerte daran, wie wichtig die Ausbildung im dualen System und die Meisterpflicht im deutschen Bildungssystem sind. Problematisch aber sei die immer geringere Zahl an Auszubildenden. Dadurch müssten Bezirke zusammengefasst werden, so dass es für die Auszubildenden zu Transportproblemen zur Berufsschulen kommt. Dafür, so meinte Ußkurat, brauche das Handwerk mehr Unterstützung aus der Politik. Als „Bürokratiemonster“ schilderte er die neue Regelung des Mindestlohns. Den Mindestlohn selbst aber stellte er nicht in Frage. Jedoch die Formalitäten und die Tatsache, dass Handwerksbetriebe ihren Kunden bestätigen müssten, dass sie den Mindestlohn zahlen. Ansonsten befürchteten die Kunden, die Differenz zahlen zu müssen. Er befürchtete, dass große Unternehmen Auswege in Grauzonen finden und die letzte Last wieder nur Kleinunternehmer und kleinere Handwerksbetriebe tragen, die nicht über eine Rechtsabteilung verfügen.

Eckard Gorka, Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim-Göttingen, wünschte ein nicht nur gutes, sondern ein von Gott gesegnetes neues Jahr. Betroffen erklärte Gorka, dass er nicht gedacht hätte, dass er in seiner Biografie und der heutigen Zivilisation, die schlimmen Bilder des Jahresendes und -anfangs sehen muss. Damit meinte er die Flüchtlingsströme, Kriegs- und Attentatsbilder sowie den krisenbehafteten Zustand der unterschiedlichen Religionen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare