Stadt Hildesheim feiert ihren Ehrenbürger

„Teil unserer Geschichte“

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer würdigt im voll besetzten Ratssaal die Verdienste Hermann Roemers.

HILDESHEIM Am 4. Januar feierte die Stadt Hildesheim den 200. Geburtstag ihres Ehrenbürgers und Museumsgründers Hermann Roemer mit einem Festakt im Rathaus. Wie kaum ein anderer hat der Jubilar das geistige und kulturelle Erbe Hildesheims zu seinen Lebzeiten gefördert und vorangetrieben, nicht zuletzt als Initiator des noch heute weit über die Region hinaus bedeutenden Roemer- und Pelizaeus-Museums (RPM). 1882 verlieh ihm die Stadt das Ehrenbürgerrecht und die Universität Göttingen die Ehrendoktorwürde.

„Hermann Roemer ist Teil der Geschichte unserer Stadt. Das Museum erhielt völlig zu Recht den Namen seines Mitbegründers und großen Förderers. Aber Hermann Roemer bewirkte mit großem Weitblick noch viel mehr für seine Heimatstadt. Er machte sich zum Beispiel verdient als Retter der Kirchen St. Michael und St. Godehard, als Wiederaufbauer des Knochenhaueramtshauses nach dem Brand von 1852, als der Mann, der für die Vollendung des St. Andreas Turms und vieles mehr verantwortlich zeichnete. Man muss also festhalten, dass Hildesheim als Kulturstadt ohne Roemer nicht die gleiche Stadt wäre, die sie heute ist“, würdigte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer die zahlreichen Verdienste des Jubilars, der seine Ziele auch mit großem Mut und Hartnäckigkeit verfolgt und sich damit sogar zwei Verfahren wegen Majestätsbeleidigung eingehandelt habe.

„Einem Mann wie Hermann Roemer müssen wir für sein soziales, naturwissenschaftliches und kulturpolitisches Engagement nachdrücklich danken. Ohne ihn gäbe es nicht nur kein Roemer- und Pelizaeus-Museum und kein Stadtmuseum, sondern auch die Stadt Hildesheim wäre um viele bauliche Denkmäler ärmer. Hildesheim kann stolz sein auf einen solchen Ehrenbürger“, so Professorin Regine Schulz (Direktorin des RPM). Auch Dr. Hartmut Häger (Vorsitzender Hildesheimer Museumsverein), Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Dr. Jürgen Vespermann (Roemer- und Pelizaeus-Museum) und Margot Rathenow (Freundeskreis Ägyptisches Museum Wilhelm Pelizaeus) würdigten die große Persönlichkeit des 1894 verstorbenen Hermann Roemers, der in Gestalt des Theaterpädagogen Tom Knittermeyer den rund 150 Gästen im vollbesetzten Ratssaal aus seinem bewegten Leben berichtete. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Trompetentrio des Andreanums.

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