Taxis rüsten Fahrzeuge nach britischer Art um

„Wenn einer erkrankt, bricht alles zusammen“

Hildesheim – Jürgen Weber, Geschäftsführer der 55555-Taxenzentrale, ist seit gut einer Woche rund 16 Stunden täglich im Einsatz. „Bitte kein Foto von mir, ich sehe grad extrem übermüdet aus“, sagt Weber und arbeitet unermüdlich in seinem Büro. Die Umsätze sind in der vergangenen Woche um 90 Prozent zurückgegangen. Überschlagartig galt es, Überlegungen zur Kurzarbeit zu starten, Dienstpläne neu zu gestalten, Gespräche mit Leasinggebern und Banken zu führen sowie Büroabläufe im Sinne des Infektionsschutzes neu zu gestalten. Hinzu kommt, dem gesetzlichen Versorgungsauftrag der zuverlässigen Menschenbeförderung zu folgen und den Schutz der Mitarbeiter und der beförderten Personen zu gewährleisten. Weber erklärt: „Wenn nur einer bei uns an Covid-19 erkrankt, bricht alles zusammen, denn dann müssen alle in Quarantäne. Das wäre der Super-Gau.“ Die Lösung in den Fahrzeugen ist jetzt eine Plexiglasscheibe, die den Fahrer von der Fahrgastzelle trennt. Ganz im Stil der London-Taxen.

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