NGG fordert Kurswechsel

„Stütze“ für immer mehr Rentner

Kreis – Immer mehr Menschen im Landkreis Hildesheim sind neben ihren Altersbezügen auf „Stütze“ angewiesen. Die Zahl der Empfänger von „Alters-Hartz-IV“ stieg innerhalb von zehn Jahren um 26 Prozent. Gab es im Landkreis 2008 noch 3 732 Bezieher von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, so waren es 2018 bereits 4 703. Das teilt die Gewerkschaft NGG mit. Die Gewerkschafter berufen sich auf Angaben des statistischen Landesamtes. Danach erhielten in ganz Niedersachsen zuletzt rund 110 000 Rentner Grundsicherung – 35 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. NGG-Geschäftsführerin Lena Melcher sieht den Trend mit Sorge – und fordert eine „rentenpolitische Kurskorrektur“. Insbesondere die von der Bundesregierung angekündigte Grundrente müsse rasch angepackt werden, um ein Ausufern der Altersarmut zu verhindern. So sind nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bundesweit bereits 16,8 Prozent der Rentner von Armut bedroht. Ohne die Einführung einer Grundrente könnte das Armutsrisiko laut DIW bis zum Jahr 2039 auf 21,6 Prozent steigen – selbst bei einer weiterhin positiven Konjunkturentwicklung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare