Bernd Lynack (SPD) gewinnt mit 334 Stimmen Vorsprung

Spannung bis zuletzt

Die Duinger waren am schnellsten: Um 18.12 Uhr kam das erste Auszählungsergebnis aus Rott/Hoyershausen im Kreishaus an. Hier liefen bei Iris Frohns und Ernst Reinecke die Zahlen zusammen, die auf eine große Leinwand projiziert wurden. Parallel lief im kleinen Sitzungssaal der Fernseher. „Es wird spannend“, meinte Kreiswahlleiter Olaf Levonen nach der ersten Prognose, die einen Patt prophezeite.

Gespannt verfolgten Interessierte und zur Wahl Stehende die ständig eintrudelnden Auszählungen. Markus Brinkmann, Kandidat der SPD für den Wahlkreis Sarstedt/Bad Salzdetfurth, war kurz nach 18 Uhr guter Dinge, dass er seinen Wahlkreis gewinnen würde. Das gelang ihm am Ende deutlich mit über 10 000 Stimmen Vorsprung, war nach dem Rückzug des CDU-Kandidaten Jens Heinemann aber auch keine Überraschung. „Erstaunt“ zeigte sich Brinkmann aber über das starke FDP-Ergebnis. Ansonsten blieb es spannend. Landrat Reiner Wegner stand mehrfach von seinem Platz auf und schlenderte nachdenklich zwischen Levonen und den Computern hin und her, Klaus Bange, Fachdienstleiter beim Landkreis, trank in kürzester Zeit drei Tassen Kaffee.

Gute Stimmung bei Bernd Lynack (SPD): Er holt den Wahlkreis Hildesheim, der vor fünf Jahren noch an die CDU ging.

Um 18.36 Uhr wurde erstmals ein Zwischenstand aus der Stadt Hildesheim übermittelt. Hier führte Bernd Lynack (SPD) nach vier von 97 Wahlbezirken mit 477 zu 369 Stimmen vor Frank Wodsack (CDU). „Wir können die Wahl beenden“, scherzte ein SPD-Anhänger. Doch das Stadtrennen blieb bis zum Ende offen. Nach 96 Bezirken führte er mit nur 300 Stimmen, doch der Vorsprung hielt: Das letzte Wahllokal (Zwölf-Apostel-Kirche) brachte um 20.36 Uhr keine Veränderung mehr.

Auch Waltraud Friedemann war ins Kreishaus gekommen, die Klaus Krumfuß, dem arivierten CDU-Landtagsabgeordneten, alles abverlangte. Der feierte in seiner Heimat Duingen. Im Rathaus verfolgte Klaus Krumfuß zunächst gespannt die nach und nach eingehenden Zahlen seiner Heimatgemeinde. Und dann die Gewissheit: „Ein klares Ergebnis“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Schulz, der die Zahlen mit einem Projektor im Sitzungssaal präsentierte: „Viele SPD-Wähler haben Krumfuß direkt gewählt.“ In der „Siegfriedsklause“ in Coppengrave wurde der Wahlsieg des Christdemokraten mit zahlreichen Freunden gebührend gefeiert.

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