Eröffnung des Hildesheimer Mariendoms mit Hochfest und Altarweihe

„Sogar der Himmel weint Freudentränen“

Bischof Norbert Trelle begrüßt Christian Wulff und Ministerpräsident Stephan Weil per Handschlag.

HILDESHEIM Die Wiedereröffnung des Hildesheimer Mariendoms wurde mit einem mehrstündigen Hochfest und der Altarweihe durch Bischof Norbert Trelle gefeiert. Im Dom selbst verfolgten 800 Menschen die seltene Zeremonie. Trotz anhaltendem Regen beobachteten gut 1 500 Menschen das Geschehen per Videoleinwand auf dem Domhof.

Schon am Vormittag bildete sich eine Menschenmenge vor den Türen des umfangreich sanierten Gotteshauses. Alle wollten sich einen der 500 freien Besucherplätze sichern, um die Feier hautnah zu erleben. Für geladene Gäste wurden 250 der neuen Stühle reserviert. Um 15.30 Uhr war es endlich soweit, die mächtigen Domglocken läuteten „halb“ und das Warten, überwiegend im Regen, hatte ein Ende. Die ersten Besucher traten ein. Für viele war es ein Erlebnis, auf das sie sich lange gefreut haben. „Es ist jetzt sehr schön hell mit einer freundlichen Atmosphäre“, kommentierte die Hildesheimerin Kordula Borgas ihren ersten Eindruck. Auch, dass der Heziloleuchter, eine einzigartige, romanische Lichterkrone, nun die Mitte des Hauptschiffes ziert, gefällt ihr gut. Für sie ist der Dom ein zweites Zuhause, das sie aus frühester Kindheit schätzt. Im Laufe der Zeit füllte sich das Innere des Doms immer mehr. Blitzlichter flackerten auf, Handyfotos und Filme wurden angefertigt und meist sofort verschickt. Mehrere Kamerateams führten Interviews mit den Besuchern, um erste Meinungen einzufangen und sie zeitnah in die Öffentlichkeit zu tragen. Dennoch war die Stimmung ruhig und würdevoll im Raum zwischen den dicken Mauern der fast 1 200 Jahre alten Bistumskirche.

Gegen 16.45 Uhr wurde es sehr still, denn alle Besucher warteten gespannt auf den Moment, wo Bischof Norbert Trelle mit seinem Bischofsstab gegen die berühmte Bernwardtür klopft und samt seinem Gefolge, bestehend aus mehr als 30 Bischöfen und anderen Geistlichen sowie Vertreten kirchennaher Verbände, in den „neuen, alten Mariendom“ von Hildesheim einzieht.

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