Symbol auf dem Andreasplatz: Leihvertrag zwischen Stadt und Gemeinde

„Skulptur des Wortes“

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Pastor Detlef Albrecht unterzeichnen im Beisein von (v. l.) Matthias Schiminski, Superintendent Helmut Aßmann, Jürgen Götz, Christel Henze und Konrad Krüger den Vertrag zwischen Stadt und St.-Andreas-Gemeinde.

HILDESHEIM „Im Anfang war das Wort“ – so beginnt der aus Stahl geschnittene Text auf der mehr als sechs Meter hohen „Skulptur des Wortes“, die der Initiativkreis „Bürgergeschenk HI 1200“ gemeinsam mit Bürgern der Stadt zu ihrem Jubiläum schenkt. Die von Künstler Professor Gerd Winner gestaltete Skulptur wird 2015 auf dem Andreasplatz aufgestellt und soll in besonderer Weise die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt symbolisieren. Voraussetzung für die Aufstellung ist ein Leihvertrag zwischen Stadt (Leihgeber) und St. Andreas-Gemeinde (Leihnehmer), in dem Fragen der Versicherung, der Pflege und der Verkehrssicherung geregelt sind.

„Die Idee zu der Skulptur, die ganz Hildesheim bereichern wird, ist ganz außerordentlich“, lobte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer das Projekt im Rahmen der Vertragsunterzeichnung. „Engagierte Bürger machen der Stadt zu ihrem Jubiläum ein Geschenk, an dem sich wiederum andere Bürger beteiligen können, und zwar in einzigartiger Weise: Die Spender können die ausgeschnittenen Buchstaben erhalten, sie dauerhaft mit nach Hause nehmen, aber zugleich am Kunstwerk auf dem Andreasplatz ihren originalen Buchstaben-Platz erleben – als sichtbares Zeichen der Identifikation mit ihrer Stadt!“ Konrad Krüger (Sprecher des Initiativkreises Bürgergeschenk HI 1200) fügte hinzu: „Einmal sollte es darum gehen, ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements zu finden und zu setzen, das auch dauerhaft Bestand haben soll und späteren Generationen einen Hinweis auf das Bürgerengagement und die Kunstauffassung der heutigen Zeit vermitteln wird. Dann aber sollte auch zugleich eine persönlich erfahrbare, tatsächliche Verbindung zwischen fördernden Bürgern und dem Kunstwerk selber geschaffen werden.“ „Die Skulptur des Wortes ist als erstes ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Sie nimmt mit dem Zitat aus dem Beginn des Johannesevangeliums aber auch inhaltlich Bezug auf den religiös-kirchlichen Ursprung der Stadt. Die Platzierung neben der Bürgerkirche St. Andreas ist ebenfalls eine programmatische Ansage. Aber noch mehr. Sie formuliert über den konfessionellen Horizont der Stadtgeschichte hinaus eine menschheitliche Qualität: Die eigentlichen, wichtigen Worte für die Menschheit sind nicht materiell. Darin finden sich alle Religionen wieder, die inzwischen in unserer Stadt wohnen. Insofern ist die ‚Skulptur des Wortes’ auch ein Hinweis darauf, wie wir als Menschen in Hildesheim zusammenleben können“, erklärt Superintendent Helmut Aßmann, der gemeinsam mit Pastor Detlef Albrecht und Christel Henze (Kirchenvorstand) an der Vertragsunterzeichnung teilnahm.

Beim Light-Night-Shopping am 31. Oktober kann man sich einen ersten Eindruck von der Wirkung der „Skulptur des Wortes“ im Kontext des Andreasplatzes verschaffen: An diesem Abend wird ein Holzmodell des Kunstwerkes auf dem Andreasplatz illuminiert. In der Tourist-Information kann ab dem 31. Oktober, 19 Uhr, auch die Verfügbarkeit der individuell gewünschten Stahl-Buchstaben erfragt werden – nach Zahlung einer Spende sind Reservierungen möglich. Um das Verschenken von Buchstaben auch schon vor ihrer eigentlichen Ausgabe zu Weihnachten zu ermöglichen, soll Spendern auf Wunsch eine Bildkarte mit dem Abbild eines Buchstabens zur Verfügung gestellt werden. Auf der Rückseite wird der konkrete Buchstabe, der einem Spender zugesagt wurde, gemeinsam mit dem Namen vermerkt. „Für die Hildesheimer ein sicher besonders attraktives Weihnachtsgeschenk“, so der städtische Pressesprecher Dr. Helge Miethe.

Kommentare