Helfer wollen Flüchtlinge für die Grundausbildung begeistern / Informationsabend

Sarstedter THW macht aus der Not eine Tugend

Die Sarstedter haben einige Beispielfotos an Pinnwänden angebracht, so dass die Gäste auch mit wenigen Deutschkenntnissen einen Überblick über die Aufgaben des THW erhalten.

SARSTEDT Die Flüchtlinge in Sarstedt haben mittlerweile zumindest eine warme und trockene Unterkunft gefunden. „Weil wir der Ansicht sind, dass Menschen mehr brauchen, um sich wohlzufühlen, starten wir jetzt ein besonderes Projekt: Wir bieten Flüchtlingen an, bei uns die THW-Grundausbildung abzulegen“, sagt Philip Ziemek, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des THW Sarstedt.

Ein erstes Treffen, um den Interessenten das THW überhaupt näher zu bringen, fand jetzt statt. Mit dabei ein begeisterter und ansteckend fröhlicher Barzan Youssef, seines Zeichens Integrationsbeauftragter der Stadt Sarstedt. An diesem Abend war er aber auch der Synchron-Dolmetscher. Als weitere moralische Unterstützer standen dem THW Bernd Westphal (MdB), Markus Brinkmann (MdL) und Elke Pytel-Weber (Stadt Sarstedt) zur Seite. Auch die übergeordneten Stellen des THW waren durch Ralph Dunger (Landesbeauftragter Bremen/Niedersachsen) und Ewald Langstein (Geschäftsführer Braunschweig) vertreten. „Ziel des Abends war es, unsere Gäste für das THW zu begeistern und ihnen vor allem deutlich zu machen, dass die vielen Helfer, die sie in den vergangenen Wochen kennengelernt haben, alle ihre Freizeit opfern“, so Ziemek. Einen ersten Überblick über das THW gaben Christian Rathke und Ziemek. Der Ortsbeauftragte und der Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit hatten das Projekt gemeinsam aus den Angeln gehoben. Als weiteres Highlight hatten sie ihren Kameraden Baris Duman aus Helmstedt eingeladen. Er war nämlich beim Bau des Flüchtlingslagers in Jordanien beteiligt und konnte so die internationale Ausrichtung des THW mit vielen Fotos greifbar machen. „Zuletzt hatten wir einige Beispielfotos an Pinnwänden angebracht, so dass unsere Gäste auch mit wenigen Deutschkenntnissen einen Überblick über die Aufgaben des THW erlangen konnten“, sagt der THW-Sprecher: „Wem eine Sache besonders gefiel, haben wir gebeten, seinen Namen unter das Foto zu setzen und sich zur Grundausbildung anzumelden.“ Den Abschluss bildete ein kurzer Blick in die Fahrzeuge und Ausstattung des THW. Ziemeks Fazit: „Jetzt sind wir gespannt, wie es weitergeht. Für den ersten gemeinsamen Dienst planen wir die notwendige Bürokratie und Einkleidung der neuen Kameraden ein sowie ein wenig praktische Ausbildung: Arbeiten mit Leinen und Stiche und Bunde. Man könnte meinen, um ein enges Band zu knüpfen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare