Staatssekretärin Birgit Honé zu Besuch bei „AutoGyro“ in Hildesheim

Russlandkrise ist spürbar

Kurz vor dem Abheben: Staatssekretärin Birgit Honé und Karin Beckmann sprechen mit dem Geschäftsführer von „AutoGyro“, Dr. Hans Christian Marenbach (Bildmitte von links). Foto: Kolbe-Bode

HILDESHEIM Staatssekretärin Birgit Honé stattete dem im Zuge der neuen Landesregierung eingerichteten Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim einen Besuch ab. Der Amtsbezirk umfasst die Region Hannover, die Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg (Weser) und Schaumburg.

Als Leiterin des Amtes in Hildesheim empfing Karin Beckmann die Staatssekretärin. Der Aufgabenbereich der neuen Stelle beinhaltet die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Fläche. Beckmann erklärte: „Es geht unter anderem um die regionale Koordination und Mitwirkung bei der Umsetzung des Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landwirtschaftsfonds (ELER).“ Zudem sehen sich die Mitarbeiter des Amtes als Vermittler von Kontakten unter den ansässigen Unternehmen, um eventuelle Synergien nutzen zu können.

Im Zuge des Treffens besichtigten die Frauen das Hildesheimer Unternehmen „AutoGyro“. In recht kurzer Zeit entwickelte sich „AutoGyro“ zum weltweit agierenden, marktführenden Hersteller von Tragschraubern. Honé zeigte sich beeindruckt von der Motivation der Mitarbeiter und der entsprechenden, internen Geschäftsführung. Ihr weiteres Interesse galt einem Tragschrauber, der eine Sonderausstattung besitzt, um beispielsweise bei Hochwasser oder anderen Naturkatastrophen wichtige Daten zu ermitteln. Die Betriebsstunde eines Tragschraubers liegt mit 100 Euro deutlich niedriger als die eines Helikopters. „Je nach Größe des Heli‘s liegen die stündlichen Betriebskosten bei bis zu 3 000 Euro“, erklärte Ute Hoja, Kundenmanagerin bei „AutoGyro“.

Probleme bereitet dem Unternehmen derzeit die anhaltende Russlandkrise. Geschäftsführer Dr. Hans Christian Marenbach informierte die Besucher darüber, dass in diesem Jahr 50 Tragschrauber aus Russland bestellt wurden. Nur 20 konnten noch vor der Krise geliefert werden, die restlichen 30 dürfen nun nicht in das Land eingeführt werden. „Das steckt kein Mittelstandsunternehmen locker weg. Eine langfristige Strategie ist damit unvorhersehbar durchbrochen. Zum Glück sind wir in weiteren Ländern gut im Geschäft“, erklärte Marenbach die Situation. Birgit Honé interessierte der Erfahrungsaustausch über die regionale Auswirkung der Russlandkrise sehr und sie meinte, dass die Politik mit Hochdruck daran arbeiten muss, die Krise zu beenden.

Zum Abschluss genossen Beckmann und Honé einen Rundflug bei guter Sicht im Tragschrauber.

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