Universität Hildesheim ehrt Forscher und Projekte / Deutschlandweit erste „Smart library“ spart Energie

Preise für hervorragende Forschung, Lehre und Service

Ehrungen (von links): Rolf Elberfeld, Jürgen Sander und (vorne) Barbara Schmidt-Thieme.

Den Preis für hervorragende Forschung 2012 erhält Prof. Dr. Rolf Elberfeld, seit 2008 Professor für Kulturphilosophie im Fachbereich „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ der Universität Hildesheim. Der wissenschaftliche Werdegang und das ungemein breite Œuvre des Philosophen weisen auf einen Forscher hin, „der die von ihm studierte Fächerkombination Philosophie, Japanologie, Religionsgeschichte und Sinologie seit über zwanzig Jahren konsequent miteinander vernetzt bearbeitet“, sagt Vizepräsident Prof. Dr. Toni Tholen.

Elberfeld hat zur Gründung des „Herder-Kollegs. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“ 2009 maßgeblich beigetragen. Die „Transdisziplinäre Kulturforschung“ wurde jüngst in die Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz eingetragen – damit ist dieses Hildesheimer Forschungsfeld nach außen sichtbar. Elberfeld macht „Hildesheim zum Forschungs-Ort für renommierte Philosophen und Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland, etwa aus Japan, China und Brasilien. Sie suchen den wissenschaftlichen Dialog mit ihm, mit den Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Philosophie und des Fachbereichs II“, so Tholen. 2011 wurde er in den erweiterten Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Philosophie berufen.

Mathematik

Für hervorragende Lehre wird das Mathematik-Team um Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Prof. Dr. Jürgen Sander und Prof. Dr. Thomas Richthammer geehrt. „Das Lehrkonzept hat uns besonders überzeugt, weil Sie individuelle Zu- und Umgänge der Studierenden mit mathematischen Problemen fördern und Lernprozesse über längere Zeitspannen denken – bis hinein in alternative Prüfungssysteme“, begründet Vizepräsidentin Prof. Dr. Katrin Hauenschild die Entscheidung der Jury, in der neben Vertretern aller Fachbereiche Studierende mitwirkten. Mit den „Hildesheimer Stufen zum Einstieg in die Mathematik“ werden seit drei Jahren Studienanfänger (Lehramt) in ihrem ersten Studienjahr unterstützt. Ziel ist es, in mathematisches Arbeiten einzuführen, gleichzeitig können sie ihre Studienwahl überprüfen. Denn die Studierenden kommen mit sehr unterschiedlichen mathematischen Kenntnissen in die Universität. Statt sie allein zu lassen, helfen die Lehrenden aus dem Mathe-Institut.

Bibliotheks-Service

Erinnerungsmails senden sie vor (!) Leihfristende an Bibliotheksnutzer – nicht erst mit einer Rechnung wenn alles zu spät ist. Es sind wenige Tage, so dass die Nutzer reagieren und rechtzeitig ihr Buch zurückgeben können. Studentinnen und Studenten bleiben zusätzliche Kosten erspart und Bücher stehen rechtzeitig wieder im Regal, damit andere Nutzer auf sie zurückgreifen können. Ein andere Maßnahme entwickelt die Universitätsbibliothek Hildesheim derzeit mit dem Norddeutschen Bibliotheksverband und der Bibliothek der Uni Lüneburg: Nutzer können künftig mit einer „App“ auf ihrem Smartphone mobil auf ihr Nutzerkonto zurückgreifen, Bücher ausleihen. Die Testphase startet Ende Januar. Für ihr Engagement, dass weit über die Literatur- und Informationsbesorgung hinaus geht, erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek der Universität Hildesheim unter Leitung von Dr. Ewald Brahms den „Service-Preis 2012“, sagt der hauptberufliche Vizepräsident Dr. Christoph Strutz in seiner Laudatio. Er verwies auf weitere Entwicklungen: Seit 2010 können Studierende Anschaffungsvorschläge für Bücher einreichen; die Website ist in Englisch, Französisch, Spanisch und neuerdings in türkischer Sprache aufrufbar, mit der deutschlandweit ersten „Smart library“ spart die Bibliothek bis zu 45 Prozent Energie und verbessert gleichzeitig die Arbeitsbedingungen.

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