Polizei setzt weiter auf Körperkameras

Bodycams wurden seit 2019 im Bereich der Polizeidirektion 150-mal als Beweismittel eingesetzt

Die Videotechnik wird ausschließlich von Einsatzkräften genutzt, die ein gut sichtbares Hinweisschild mit der Aufschrift „Videoaufzeichnung“ an ihrer Uniform tragen.
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Die Videotechnik wird ausschließlich von Einsatzkräften genutzt, die ein gut sichtbares Hinweisschild mit der Aufschrift „Videoaufzeichnung“ an ihrer Uniform tragen.

Kreis – Die Polizeidirektion Göttingen investiert weiter in den Schutz ihrer Mitarbeiter und setzt ab sofort weitere 64 Körperkameras ein. Somit sind jetzt 121 Bodycams im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen im Einsatz. Seit Dezember 2019 waren bereits 57 Körperkameras im Einsatz. Elf davon wurden am 18. Dezember 2019 in Hildesheim in Betrieb genommen. Die ganze Direktion konnte bei der Einführung auf Erfahrungen aus Hildesheim zurückgreifen, denn in der Kreisstadt wurden in einem Pilotprojekt 2016/2017 Bodycams getestet. Seit Einführung der Bodycams wurden diese im Bereich der Polizeidirektion bisher schon 150-mal als Beweismittel eingesetzt. „Unser primäres Ziel ist es, durch den verstärkten Einsatz von nunmehr zusätzlich angeschafften Bodycams die Übergriffe auf unsere Polizeibeamten – durch eine präventive Wirkung – zu reduzieren“, so Polizeipräsident Uwe Lührig: „Des Weiteren soll durch den Einsatz der Bodycams natürlich auch der Schutz Dritter verbessert werden.“ In den vergangenen Jahren habe die Gewalt gegen Amtsträger weiter zugenommen, so der Präsident. Die Polizeidirektion Göttingen verzeichnete für das Jahr 2018 noch 393 Delikte im Bereich „Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte“, für das Jahr 2019 waren es bereits 461 Delikte. Die Tendenz der Anzahl an Gewaltdelikten gegen Polizeivollzugsbeamte für das Jahr 2020 ist weiterhin steigend. „Die offene und vorher stets anzukündigende Nutzung der Körperkameras wird gerade auch in Einsatzsituationen des täglichen Dienstes, wie Anhalte- und Kontrollvorgängen notwendig“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Die Videotechnik wird ausschließlich von Einsatzkräften genutzt, die ein gut sichtbares Hinweisschild mit der Aufschrift „Videoaufzeichnung“ an ihrer Uniform tragen. „Für uns ist ein hohes Maß an Transparenz beim Einsatz der Bodycams wichtig. Zusätzlich dient dieser aber auch der Nachvollziehbarkeit und somit der Überprüfbarkeit polizeilicher Handlungen und Maßnahmen“, erklärt der Polizeipräsident.

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