Projekt „Kita 2020“ beleuchtet Fragen zur Inklusion

„Es ist normal, verschieden zu sein“

Birgit Schütte, Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Gemeinden, Bernd Steinert, Fachdienstleiter Tagesbetreuung der Stadt Hildesheim, und Ursel van Overstraeten, Regionalleiterin des Bildungswerkes ver.di (von links), zeigen sich mit dem Erfolg der Fachtagung sehr zufrieden. Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind „absolut positiv“. Foto: Rischmüller

HILDESHEIM Viele gesellschaftliche und politische Themen beeinflussen heutzutage die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher. Hochaktuell ist das Thema Inklusion – doch was ist überhaupt der Unterschied zur bereits bekannten Integration? Was bedeutet die Umsetzung des Inklusionskonzeptes für Kitas? Und müssen deshalb bestehende Konzepte geändert werden?

Nur einige der Fragen, über die während der Fachtagung „Normal sind wir verschieden“ vor breitem Publikum referiert wurde. Das Bildungswerk ver.di hatte im Rahmen des Projektes „Kita 2020“ und im Auftrag der Stadt Hildesheim sowie der Gewerkschaft ver.di die Mitarbeiter der städtischen Kindertagesstätten eingeladen. Wie sehr diese das Thema beschäftigt, zeigte die hohe Teilnehmerzahl. „Was wir zu lernen haben, ist so schwer und doch so einfach und klar: Es ist normal, verschieden zu sein“, sagte Bundespräsident Richard von Weizäcker bereits 1993. „Die Inklusion hat zukunftsweisende Bedeutung für die Gesellschaft“, betonte Dirk Schröder, Sozialdezernenent der Stadt Hildesheim, in seinem Grußwort – 20 Jahre nach von Weizäckers Ausspruch. Vielerorts ist integrative Frühpädagogik durch gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung oder Migrationshintergrund heute bereits selbstverständlich. „Doch Inklusion geht weiter“, stellte Klaus Kokomoor, Koordinator Inklusion im Elementarbereich in Hannover, klar. Beispielhaft berichtete er von der Kindertagesstätte im Rut-Bahlsen-Zentrum in Hannover, in der mit Inklusion bereits Erfahrungen gesammelt werden konnten.

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