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Nicht nur Herren mit Pfeifchen im Mund

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Der Kreisimkerverein Hildesheim bietet Kurse für Kinder an.
Der Kreisimkerverein Hildesheim bietet Kurse für Kinder an.

KREIS Wie wird man überhaupt Imker? Für alle Interessierten bietet der Kreisimkerverein Hildesheim in jedem Jahr umfangreiche Schulungskurse an und bildet den Nachwuchs aus. Es werden nicht nur Grundkenntnisse, sondern alle notwendigen Kenntnisse in praktischen Kursen vermittelt.

Erstmalig wird neben den vielen kostenfreien Kursen auch ein Lehrgang unter dem Titel Probeimkern angeboten. Hier begleiten die Teilnehmer einen erfahrenen Imker aus den acht angeschlossenen Ortsvereinen mit zu seinem Bienenstand und lernen in den Monaten von April bis August in praktischen Arbeitsschritten alles, was ein Imker können und wissen muss. Hat man am Ende seine Leidenschaft für die Bienen entdeckt und möchte weitermachen, so bekommen diese Teilnehmer ein neues Bienenvolk, einen sogenannten Ableger, geschenkt.

Für Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren wird erstmals ein zugeschnittenes Angebot präsentiert. Hier sollen die Kinder spielerisch an die Bienen herangeführt werden. Honigbienen sind wichtige Nutztiere und durch ihre Bestäubungsleistung unentbehrlich für unsere Ernährung. Viele Lebensmittel würde es ohne sie nicht geben. Imker zu sein bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Ein erster Schritt ist die Teilnahme an dem Schulungsangebot des Kreisimkervereins. Das neue Kursusangebot kann auf der Seite des Landesverbandes Hannoverscher Imker heruntergeladen werden, und zwar unter www.imkerlv.hannover.de.

Ansprechpartner für die Anmeldungen ist die Vorsitzende des Kreisimkervereins, Bettina Wehmeyer (Kreisimkerverein-Hildesheim@web.de, 05121/33107). Dem Kreisimkerverein sind acht Ortsvereine angeschlossen, die zusätzlich nach dem Besuch der Kurse weitere Hilfe anbieten und den Nachwuchs im Folgejahr weiter betreuen. So gibt es Imkervereine in Hildesheim, Gronau, Alfeld, Bockenem, Lamspringe und Derneburg. Die Vereine sind heute sehr aktiv, und neben den Bienen geht es auch um das Anlegen von weiteren Blühflächen. In diesem Jahr wurde schon vor dem Roemer- und Pelizaeus-Museum eine Rasenfläche in eine Blühwiese verwandelt, und dies wird im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden. Imker sind längst nicht mehr nur ältere Herren mit einem Pfeifchen im Mund. Nein: die Vereine haben längst viele junge Menschen, die sich aktiv für die Bienen und den Naturschutz einsetzen. Der Frauenanteil ist erfreulicherweise stark angestiegen, und es werden jährlich mehr.

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