Professor Dr. Ludger Leifeld ist seit Januar neu am St. Bernward Krankenhaus

Neuer Chefarzt für die Gastroenterologie

Professor Dr. Ludger Leifeld: „Hildesheim ist eine schöne Stadt.“

Die Medizinische Klinik III am St. Bernward Krankenhaus hat einen neuen Chef: Seit Anfang des Jahres leitet Professor Dr. Ludger Leifeld die Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie und tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Jürgen Hochberger an. Der neue Chefarzt ist sich sicher, dass er die Herausforderung gut meistern wird: „Dank meiner breit gefächerten Ausbildung fühle ich mich gut gewappnet.“

Das herausragende Renommee der Abteilung war es, was Prof. Dr. Leifeld nach Hildesheim gelockt hat. „Die Expertise des Teams, das hohe Niveau, auf dem hier gearbeitet wird, die fortschrittlichen Arbeitsgeräte: Das alles machte es mir leicht, mich für die Stelle am St. Bernward Krankenhaus zu entscheiden“, erklärt der 44-Jährige.

Sein Medizinstudium absolvierte Leifeld an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, zeitgleich promovierte er an der Neurologischen Universitätsklinik in Düsseldorf. Von 1994 bis 2005 arbeitete er bei Prof. Dr. Tilman Sauerbruch in der Medizinischen Klinik I an der Universität Bonn, zunächst als Assistenzarzt, anschließend als wissenschaftlicher Oberassistent. „Die Innere Medizin ist in Bonn sehr breit aufgestellt, das ermöglichte es mir, viele Bereiche kennenzulernen – neben der intensiven Ausbildung in der Gastroenterologie und Endoskopie zum Beispiel auch die Nephrologie, Infektiologie, Onkologie und Intensivmedizin“, erläutert der neue Chefarzt. Seine Facharztprüfung für Innere Medizin legte er 2002 ab, es folgten Weiterbildungen in den Schwerpunkten Gastroenterologie und Infektiologie sowie seine Habilitation.

Im Januar 2006 wechselte er als leitender Oberarzt zu Prof. Dr. Wolfgang Kruis an die Internistische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Kalk in Köln. Dort leitete Prof. Dr. Leifeld eine große Endoskopieabteilung, in der jährlich knapp 7 000 Patienten untersucht werden. Außerdem erwarb er Zusatzqualifikationen für die gastroenterologische Onkologie, die Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und die Medikamentöse Tumortherapie und war als Koordinator verantwortlich für die Organisation des Darmzentrums.

Dass es auch am St. Bernward Krankenhaus ein zertifiziertes Darmkrebszentrum gibt, sei ebenfalls ein Grund für seinen Wechsel gewesen. „Das St. Bernward Krankenhaus bietet hervorragende Strukturen, die verschiedenen Fachrichtungen sind gut untereinander vernetzt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den anderen Internisten und Allgemein- und Viszeralchirurgen hier am Haus.“ Vor allem zu den niedergelassenen Ärzten möchte er einen guten Kontakt pflegen. „Ich habe viele Erfahrungen im Bereich der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gesammelt und möchte in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen betroffenen Patienten moderne Therapiemöglichkeiten anbieten.“

In Hildesheim arbeiten – in Hannover wohnen? Für Prof. Dr. Leifeld kam das nicht in Frage. Derzeit sucht der zweifache Vater ein Haus – im Sommer soll die Familie von Bonn nach Hildesheim ziehen. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, hier zu wohnen – die Stadt ist sehr schön, hat die richtige Größe und es gibt gute Schulen“, erklärt der Mediziner. Nur eins werde er voraussichtlich vermissen. „Ich bin mit Leib und Seele Rheinländer“, stellt er mit einem Lächeln fest: „Der Kölner Karneval wird mir deshalb schon fehlen.“

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