Anke Garhammer-Paul beerbt Christian Ceconi in Markusgemeinde und Diakonischem Werk

Die neue Pastorin kommt

Anke Garhammer-Paul tritt die Nachfolge von Christian Ceconi in der Markusgemeinde und im Diakonischen Werk an.

HILDESHEIM Anke Garhammer-Paul empfindet sich als jemand, die die Fäden zusammenhält, „aber nicht als diejenige, die alles selber macht.“ Da ist sie an ihrer neuen Wirkungsstätte genau richtig. Die Pastorin ist die Nachfolgerin von Christian Ceconi in der Hildesheimer Markuskirche – einer Gemeinde, die nicht nur in der Gospelkirche über ein besonders großes und aktives Ehrenamtlichen-Team verfügt.

„Mir kommen immer Ideen, wenn ich mit den Menschen etwas gemeinsam mache“, erzählt Anke Garhammer-Paul. Insofern lautet ihre Devise: Erst einmal auf die Leute einlassen und schauen, welche Ziele und Bedürfnisse sie haben. Nichts überstürzen. „Die sind hier ja ein eingespieltes Team und ich fange ganz von vorne an“, sagt die 40-Jährige.

Sich auf neue Situationen einlassen: Damit hat sie während ihres Studiums und in den Jahren danach schon reichlich Erfahrungen gemacht. Nach ihrer Kindheit und Jugend auf dem Hof der Eltern in Hüpede bei Pattensen hatte sie das Bedürfnis, mehr von Gott und der Welt kennen zu lernen. So begann sie ein Theologiestudium, das sie unter anderem zu Auslandssemestern nach Irland und Schottland führte. Nach dem Examen in Heidelberg folgte noch ein Jahr in Oslo, an dessen Ende sie die Sprache schon so weit beherrschte, dass sie auf einer norwegischen Insel die Urlaubsvertretung für die Pastorin übernehmen konnte.

Selbst beim Vikariat blieb sie mobil. Die erste Station war Bremerhaven, es folgte das Angebot, ein einjähriges Sondervikariat in der deutschsprachigen Gemeinde in Rom anzuschließen. Spontan habe sie gedacht, das müsse jetzt nicht auch noch sein, berichtet sie. Aber dann konnte Anke Garhammer-Paul doch nicht widerstehen. Das Rom-Jahr war weniger beruflich als privat eine entscheidende Wegmarke. Hier lernte sie ihren späteren Mann kennen, der ihr anschließend nach Wennigsen folgte, wo sie ihre erste Pfarrstelle antrat. Dort blieb sie achteinhalb Jahre, „ich hatte eine tolle Gemeinde in Wennigsen“. Dass sich Anke Garhammer-Paul dennoch für die Markus-Stelle bewarb, hatte mehrere gute Gründe gleichermaßen. Zum einen arbeitet ihr Mann, ein katholischer Theologe und Philosoph, seit drei Jahren im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim. Der Umzug bedeutet, dass das Pendeln ein Ende hat und „dass wir beide jetzt mehr Zeit für die Familie haben“, so Anke Garhammer-Paul. Zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren hat das Ehepaar. Ebenso ausschlaggebend für den Wechsel waren inhaltliche Beweggründe. Sie habe Lust gehabt, in einer Stadtgemeinde zu arbeiten, sagt die Pastorin, „und das profilierte Engagement der Gemeinde hat mich gereizt“. Damit meint sie nicht zuletzt die vielen Aktivitäten im diakonischen Bereich. Zusätzlich zur Theologie hatte sie auch Diakoniewissenschaften studiert. „Ich freue mich, dass ich diesen Schwerpunkt wieder aufgreifen kann“, sagt Anke Garhammer-Paul. Und das gleich im doppelten Sinn, denn sie beerbt Christian Ceconi auch in der Funktion als Geschäftsführerin des Diakonischen Werks. Wichtig ist ihr zudem, dass zur Markusgemeinde ein Kindergarten gehört. Besonders die Art, „wie Kinder elementare Fragen stellen“, liebt sie: „Ein Kindergarten ist ein Schatz in der Gemeinde.“

Welche weiteren Schätze in der Markusgemeinde noch schlummern, kann sie ab sofort herausfinden. Am Sonntag, 10. November, wird sie mit einem Gottesdienst um 15 Uhr feierlich in ihr Amt eingeführt.

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