Buch über 100 Jahre Hildesheimer Bahnhofsmission wird am 27. Januar vorgestellt

Menschen in Zwischenräumen

Die Arbeit der Bahnhofsmissionen war immer stark von der jeweiligen Zeit geprägt. Hier hängt eine Mitarbeiterin nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Personensuchmeldungen auf.

HILDESHEIM Die ersten 100 Jahre der Hildesheimer Bahnhofsmission sind vorüber. Nun gibt es ein Buch zum Jubiläum. Es ist keine klassische Chronik geworden, vielmehr hat die Autorin Silke Pohl unter dem Titel „Zwischen//Räume“ Interviews, biografische Berichte, Erinnerungen, Gedanken, literarische Skizzen und Fotos zusammengetragen. Am Dienstag, 27. Januar, wird der Band um 17 Uhr im Michaelis-Gemeindehaus am Michaelisplatz 2 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit Worten, Musik und Bildern gestalten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Bahnhofsmission, Mitwirkende des Buchprojekts und Zeitzeugen den Abend. Mit dabei sind Bettina Gehrz, Leiterin der Bahnhofsmission Hildesheim, Matthias Böning, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hildesheim, Superintendent Helmut Aßmann und Barbara Ziegler, Geschäftsführerin der Deutschen Evangelischen Bahnhofsmission. Ein roter Aktenordner im Büro der Bahnhofsmission gab den Impuls zum Nachforschen. Zwischen Zeitungsausschnitten und Texten fand sich der Satz: „Die Bahnhofsmission in Hildesheim wurde um 1914 gegründet.“ Was ist und was war diese Bahnhofsmission? Was soll und was wird sie in Zukunft sein? Silke Pohl stieß bei ihren Recherchen auf einen roten Faden, der von 1914 über Wendepunkte wie 1939, 1945, 1961 und 1989 bis in die Gegenwart reicht: die Menschen am und im Bahnhof, in ihrem persönlichen Raum zwischen Freude und Leid ihrer Zeit.

Das Buch ist ein Kaleidoskop über diesen Ort zwischen Gleis zwei und drei im Hauptbahnhof, der wie jeder andere Zwischenraum trennt und verbindet, vor allem aber Unterschiedliche(s) miteinander in Kontakt bringt. Oder wie es ein Gast ausgedrückt hat: „In den Zwischenräumen entwickelt sich die Magie.“ Ab sofort ist der Band beim Diakonischen Werk an der Klosterstraße und in der Bahnhofsmission erhältlich.

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