„Ein Meilenstein“

„Mayors for Peace“ begrüßen Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages: Hildesheim ist dabei, aber Deutschland nicht

Auch Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hisst die Flagge der „Mayors for Peaace“.
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Auch Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hisst die Flagge der „Mayors for Peaace“.

Hildesheim – Am heutigen 22. Januar tritt der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Atomwaffen sind ab jetzt völkerrechtlich geächtet und verboten. Die Organisation „Mayors for Peace“, ein von Hiroshima geführtes, weltweites Städtebündnis mit rund 8.000 Mitgliedern, darunter 700 Städte in Deutschland, begrüßt das Inkrafttreten des Vertrages. Als Zeichen ihrer Unterstützung für dieses besondere Ereignis hissen etliche deutsche Mitgliedsstädte heute die Mayors for Peace-Flagge. 

„Als Mitglied begrüße ich ausdrücklich das Inkrafttreten . Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind katastrophal, daher brauchen wir jetzt eine neue Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten“, so Hildeseims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen wurde von den Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen, am 20. September wurde er zur Unterschrift freigegeben. 51 Staaten haben ihn ratifiziert, 86 unterzeichnet. Die Atommächte sind dem Vertrag nicht beigetreten. Auch Deutschland ist nicht dabei. In dem völkerrechtlich bindenden Vertrag verpflichten sich die Unterzeichnenden, „nie, unter keinen Umständen“ Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, Personen, die von Kernwaffentests oder -einsätzen betroffen sind, umfassende Hilfe zu leisten und geeignete Maßnahmen zur Umweltsanierung der kontaminierten Gebiete in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen. Auch nach Inkrafttreten des Vertrages ist ein Beitritt weiterer Staaten möglich.

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