Hildesheimer gewinnt Sonderpreis beim 50. „Jugend forscht“-Bundeswettbewerb

„London calling“

Felix Menze (16) vom Josephinum begeistert die Jury.

KREIS Die Sieger des 50. Bundeswettbewerbs von „Jugend forscht“ stehen fest. Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler wurden in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck, Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und zahlreichen weiteren Ehrengästen bei BASF in Ludwigshafen ausgezeichnet.

Beim anspruchsvollen Finale beeindruckte auch der Josephiner Felix Menze (16) mit seinen Ausarbeitungen zu dem Thema „Periodische Bahnen im eingeschränkten Dreikörperproblem“ im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften. Zusammen mit 196 anderen Jugendlichen stellte der Jungforscher aus Schellerten in der vergangenen Woche sein Projekt vor und setzte sich damit bundesweit gegen 11 502 Teilnehmer durch. Für seine Leistungen verlieh ihm die Jury den Sonderpreis der Ernst-A.-C.-Langer-Stiftung, der eine Reise nach London und die Teilnahme am „International Youth Science Forum“ beinhaltet. Dort kann er sich vom 22. Juli bis 5. August mit über 400 anderen Jungforschern aus über 60 Ländern austauschen und in interessanten Workshops mitarbeiten.

Bereits beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld vor einigen Wochen konnte sich Felix neben dem Landessieg über ein ein zweiwöchiges Forschungspraktikum im Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin freuen. Der 16-Jährige, der bereits zwei Klassenstufen übersprungen hat, legte kurz vor dem Bundeswettbewerb seine Abiturprüfungen ab und beginnt im Herbst sein Studium in Kanada. Umso mehr freute er sich über den besonderen Preis, den er nun beim Bundeswettbewerb entgegennahm, bei dem er nicht nur seine naturwissenschaftlichen, sondern gleichzeitig seine Kenntnisse in der englischen Sprache erweitern kann. In seinem Projekt beschäftigte er sich mit einer großen Herausforderungen der Physik: Der Berechnung des Bahnverlaufs von drei Himmelskörpern, die einander umkreisen. Dazu muss man wissen, dass die Anziehungskraft eines jeden Körpers die Bahn der beiden anderen beeinflusst. Ein Sonderfall liegt vor, wenn einer der drei Himmelskörper nur eine vernachlässigbar kleine Masse hat, wodurch seine Bahn verschiedene Formen annehmen kann, wie zum Beispiel die einer Niere oder eines Hufeisens. Felix entwickelte eine Software, die solche periodischen Bahnen finden, untersuchen und katalogisieren kann. Seine Be- rechnungen könnten auch einen praktischen Nutzen haben – zum Beispiel, wenn man Raumsonden auf periodische Bahnen ins Sonnensystem schicken möchte.

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