Flurschäden bei Voruntersuchungen für Leitung „Wahle-Mecklar“

Landvolk fordert Schutz des Eigentums

Realverbandsvorsitzender Klaus Bartels aus Evensen nimmt die Schäden in Augenschein.

KREIS  „Mit Erschrecken müssen wir feststellen, mit welcher Rücksichtslosigkeit die bauausführende Firma im vorliegenden Fall bei den Voruntersuchungen für die geplante Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar vorgegangen ist.“ Das ist die erste Reaktion von Landvolk-Vorsitzenden Wolfgang Rühmkorf, als ihn die Mitteilung eines Landvolk-Mitgliedes über Flurschäden aus Anlass der Voruntersuchungen für die Maststandorte der geplanten 380 kV-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar erreichte.

Im Bereich Evensen (Samtgemeinde Lamspringe) ist es in dieser Woche zu erheblichem Flurschaden gekommen, wobei irreparable schädliche Bodenveränderungen nicht auszuschliessen sind. „Besonders bitter ist, dass bei vernünftiger Planung solche Schäden vermeidbar sind“, so Rühmkorf. Das Landvolk setzt sich auch bei dem aktuellen Bauvorhaben der Firma Tennet bereits seit geraumer Zeit für wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Flur- und Aufwuchsschäden ein. Beim anstehenden Erörterungstermin in der kommenden Woche wird deshalb erneut die Forderung nach einer bodenkundlichen Baubegleitung erhoben. Im vorliegenden Einzelfall erwartet das Landvolk von der Firma Tennet eine zügige und für den betroffenen Landwirt angemessene Schadenregulierung. Außerdem müssen von der Firma Tennet Vorkehrungen getroffen werden, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Das Landvolk geht nach den bisherigen Gesprächen mit der Firma Tennet davon aus, dass Tennet solche Vorfälle wie den vorliegenden bedauert, sich um einvernehmliche Lösungen bemühen wird und im weiteren mit besonderer Sorgfalt bei der Inanspruchnahme landwirtschaftlich genutzter Grundstücke vorgehen wird.

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