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Kurt Machens: „Danke und Adieu!“

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500 Gäste nehmen am Neujahrsempfang im Rathaus teil, bei dem Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens seinen Ausstand gibt und den Bürgern dankt.
500 Gäste nehmen am Neujahrsempfang im Rathaus teil, bei dem Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens seinen Ausstand gibt und den Bürgern dankt.

HILDESHEIM Rund 500 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft waren auf Einladung von Oberbürgermeister Kurt Machens zu Gast beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Hildesheim im Rathaus. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Abschieds von Kurt Machens, der zum 1. Februar die Führung der Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Dr. Ingo Meyer übergibt.

Die Gäste bedankten sich mit langanhaltendem Beifall bei Kurt Machens für dessen Verdienste um die Stadt Hildesheim, allen voran Bürgermeister Ekkehardt Palandt: „Für 27 Jahre im Rathaus möchte ich Ihnen heute Danke sagen. Sie haben über Jahre hinweg Ihre Kraft, Ihren Ideenreichtum und Ihre Begabung in den Dienst unserer Stadt gestellt und an unzähligen Entscheidungen die Verantwortung getragen, die das Bild unserer Stadt geprägt haben!“ Zu Beginn des Empfangs hatten bereits Landrat Reiner Wegner und TfN-Intendant Jörg Gade die Leistung des scheidenden Oberbürgermeisters, gerade auch hinsichtlich der Neuaufstellung des TfN, entsprechend gewürdigt. In seiner Neujahrsrede dankte Machens nicht nur dem Landkreis und den Gemeinden für die „intensive Zusammenarbeit“, sondern auch allen Bürgern, den Partnern der Stadt und all seinen Mitarbeitern für das Engagement sowie seiner Familie für die Unterstützung während seiner Amtszeit. Selbstverständlich blickte der scheidende Oberbürgermeister zurück auf seine Amtszeit. Besonders wichtig sei ihm stets die Förderung des ehrenamtlichen Engagements Stadt gewesen: „Diese Arbeit für die Zukunft zu flankieren und weiterhin möglich zu machen, ist eine der wichtigsten Arbeiten von Rat und Verwaltung. Dabei ist es aus meiner Sicht ungeheuer wichtig, das lokale Handeln zum Wohle der Stadt in den Mittelpunkt der Arbeit der jeweiligen Gremien zu stellen. Ganz deutlich weniger gewichtig erscheint es mir da, eigene Parteiprogramme abzuarbeiten.“ Aufgrund der gelungenen Haushaltskonsolidisierung über Zukunfts- und Finanzvertrag habe sich die Stadt ihre Handlungsfähigkeit erhalten, bilanzierte der Oberbürgermeister. Die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung seien somit gegeben. Bezüglich wichtiger Investitionen in Schulen, Bildung, Infrastruktur und Verwaltung könnten alle notwendigen Entscheidungen in nächster Zeit getroffen werden, so Machens. Besonders zukunftsträchtig sei die Entwicklung des Gewerbeparks Nord, wo in den nächsten 20 Jahren 8 000 neue Arbeitsplätze entstehen könnten: „Ich hoffe sehr, dass es gelingt, der Landesregierung zu verdeutlichen, dass eine Unterstützung dieses Projektes, ganz eng und tatsächlich im Zusammenhang steht mit der Entwicklung Südniedersachsens. Die Infrastruktur durch den dritten Autobahnanschluss, Kanal und Flugplatz, auch die angeschlossenen Bahngleise bieten idealste Voraussetzungen.“

Auch auf dem Bildungssektor – hier nannte der OB als Beispiele den „Kulturcampus“, den Neubau des Universitätsgebäudes sowie den gerade entstehenden „HAWK-Campus“ – sei die Stadt hervorragend aufgestellt. In Sachen „Kultur“ präsentierte Machens eine interessante Zukunftsvision einer „Hildesheimer Museumsinsel“ aus neuem Diözesanmuseum, RPM mit integriertem Stadtmuseum, sanierter Martinikirche und dem Center of World Music. Was die weitere touristische Erschließung der Stadt anbelange, „wird es auch nötig sein, eine innovative touristische Buslinie, und wie erprobt möglichst umweltfreundlich mit Solarbetrieb, an die wesentlichen touristischen Highlights Hildesheims zu legen“, blickte Machens voraus. Am Ende seiner Rede zog der Oberbürgermeister ein ganz persönliches Fazit seiner Amtszeit: „Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam vorangebracht haben, mein hohes persönliches Engagement war dabei stets an der Sache orientiert. Ich wünsche mir für Dr. Meyer eine gute Hand für unsere Stadt, im Sinne ihrer Bürger! Vom kommenden Sonnabend an bin ich nicht mehr öffentlich. Danke und Adieu!“

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