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Jährlich 6 200 Betreuungsverfahren

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Organisatorin Barbara Benthin, Ulrich Wöhler, Gewinnerin Kornelia Netenjakob, Holger Meyer (Betreuungstelle) und Manfred Marhenke (Betreuungsverein, von links) bei der Oskarverleihung.
Organisatorin Barbara Benthin, Ulrich Wöhler, Gewinnerin Kornelia Netenjakob, Holger Meyer (Betreuungstelle) und Manfred Marhenke (Betreuungsverein, von links) bei der Oskarverleihung.

KREIS Vor 20 Jahren begann eine Erfolgsgeschichte, die längst ihre feste Verankerung im Bewusstsein der Menschen im Landkreis Hildesheim gefunden hat. Es geht um die „Machmits“, die vor zwei Jahrzehnten begannen, die Reform des Vormundschafts- und Pflegschaftsrechts hin zum Betreuungsrecht mit Leben zu füllen. Im Kreishaus wurde jetzt allen Aktiven in diesem Bereich für ihr großes soziales Engagement gedankt.

Die Rückführung der bis dahin recht heftigen Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte machte es, so Landrat Reiner Wegner in seiner Begrüßungsrede, notwendig, neue Wege zu suchen und zu gehen. Unter Führung von Ulrich Wöhler (heute Sozialdezernent) wurde eine Betreuungsstelle initiiert und ein Betreuungsverein gegründet. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt führte dies 1994 zur Gründung. Die Erfolge stellten sich schnell ein. 1994 gab es rund 1 800 Betreuungsverfahren, 1997 rund 3 200, und heute sind es 6 200. Neben Familienangehörigen wurden rund 300 Menschen gefunden, sich in diesem Bereich sozial zu engagieren, eine oder mehrere Betreuung zu führen. Regelmäßig wird seither über Vorsorgeregelungen informiert. Es wurde eine Koordinierungsstelle etabliert, die unter der Führung von Barbara Benthin die Aktivitäten und die Öffentlichkeitsarbeit vorantreibt und den Be-treuern mit Informationen und Schulungen zu Seite steht. Das Aufgabenspekt-rum wurde unlängst um Nachbarschafts- und Bürgerhilfen sowie um Patenschaften erweitert. All diesen Menschen galt es jetzt, so Moderatorin Barbara Benthin, Anerkennung und Dank auszusprechen. 130 Teilnehmer hatten sich im großen Sitzungssaal des Kreishauses eingefunden, davon 80 Engagierte sowie einige Bürgermeister, um sich das attraktive Programm anzuschauen. Das Coachingteam-Paar Kasupke mischte die einzelnen Programmteile, insbesondere das Machmitsquiz mit humorvollen Einlagen auf und sorgte dabei für so man-chen Lacher. Nach der Verleihung des Machmits-Oskar 2014 an Kornelia Netenjakob vom Nachbarschaftszentrum Komm aus Nordstemmen klang die Veranstaltung mit einem Ausblick in die Zukunft und einem musikalischen Beitrag von Tatjana Yudokowa am Flügel aus.

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