Mo Asumang zeigt „Die Arier“ / DGB schließt Rechtsextreme schon vorher aus

Institutionen setzen Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit

Regisseurin Mo Asumang interviewt für ihren neuen Film Mitglieder des Ku-Klux-Klans und entlarvt so deren krude Gesinnung.

HILDESHEIM „Deutschlandweit marschieren Menschen, um gegen vermeintliche Überfremdung zu demonstrieren. Pegida, HoGeSa und Co. haben jedoch klar demokratiefeindliche und menschenverachtende Tendenzen und auch klare Verbindungen zu rechtspopulistischen und rechtsextremistische Gruppierungen.

„Auch in Hildesheim wollen demnächst rechte Kräfte demonstrieren“, teilt Regina Stolte vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit: „Aber ebenso lang, wie es solche Märsche gibt, formiert sich auch ziviler Widerstand vor Ort.“ Anwohner, Vereine und Verbände, Vertreter aus der lokalen Politik und Demokraten aus allen Bereichen der Gesellschaft würden mit vielfältigen Aktionen zeigen, dass es für diskriminierende Einstellungen keine Mehrheit gibt. Das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt diese Zivilcourage und hat in Zusammenarbeit mit dem DGB Hildesheim und dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim die Regisseurin und Moderatorin Mo Asumang eingeladen, ihren neuen Film „Die Arier“ in Hildesheim vorzustellen.

Schon in ihrem Regiedebüt „Roots Germania“ hatte die Afrodeutsche mutig rechte Vorurteile und rassistische Argumentationen entlarvt. In ihrem aktuellen Streifen hinterfragt Mo Asumang die Ursprünge und Hintergründe des Arierbegriffs. Mit der Kamera geht sie dahin, wo sich eine Afrodeutsche sonst vielleicht besser nicht hintrauen sollte – sie besucht religiöse Fanatiker, selbsternannte Ariergruppen und sogar den Ku-Klux-Klan. Was passiert, wenn das „Opfer“ den „Tätern“ ungemütliche Fragen stellt, ist unterhaltsam, schonungslos dokumentierend und oft genug erschreckend authentisch.

„Wir laden alle Interessierten zu der Filmvorführung und dem anschließenden Gespräch ein. Mo Asumang wird mit uns über ihren Film, über Zivilcourage und über Rassismus diskutieren und für Fragen zur Verfügung stehen“, so Stolte. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 29. Januar, im Audimax der Universität Hildesheim (Marienburger Platz 22, Gebäude A) statt und beginnt um 18.30 Uhr.

Der DGB teilt mit, dass Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen sind. Die Veranstaltenden werden ihnen den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.

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