Handwerkskammer ehrt und unterstützt generationenfreundliche Betriebe

Inklusion als Markenzeichen

Zahlreiche Handwerker aus dem Landkreis Hildesheim werden für ihre Generationenfreundlichkeit von Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann (2. von rechts) mit jeweils einer Urkunde geehrt.

HILDESHEIM „Wie kann ich meinen Betrieb auf den demografischen Wandel vorbereiten?“ Mit dieser Frage begrüßte die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Hildesheim, Ina-Maria Heidmann, zahlreiche Vertreter von Betrieben aus dem Landkreis, um die neue Marke „Generationenfreundliche Betriebe – Service und Komfort“ vorzustellen. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, „hohes Alter“ am eigenen Leib auszuprobieren.

Außerdem wurden 14 Betriebe aus der Region ausgezeichnet, die sich schon seit 2010 für die besonderen Bedürfnisse älterer oder eingeschränkter Kunden engagieren. Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidemann überreichte zu diesem Anlass im Anschluss an die Vorstellung der neuen Marke zahlreiche Urkunden. Mit dem Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb – Service und Komfort“ soll sichtbar gemacht werden, dass sich Handwerksbetriebe in einer älter werdenden Gesellschaft vermehrt auf die Wünsche und Bedürfnisse von Verbrauchern nach generationenfreundlichen Produkten und Dienstleistungen einstellen. Das Markenzeichen richtet sich an Handwerksbetriebe aller Größen, die generationenfreundliche Inhalte entwickeln, anbieten und wirksam vermarkten wollen. Voraussetzung ist, dass diese eine Schulung von mindestens 16 Stunden durchlaufen oder den Inhalten der Schulung vergleichbarer Qualifikationen nachweisen können. Gleichzeitig soll dabei auch der Blick in den eigenen Betrieb geschärft werden: „Auch Mitarbeiter werden immer alter, sodass sie als Arbeitgeber auf die besonderen Bedürfnisse achten sollten“, erklärte Ina-Maria Heidmann. „Diese Urkunde zeigt, dass sie Spezialisten auf einem Gebiet sind, das für die Gesellschaft künftig immer wichtiger wird, nämlich den Erhalt von Lebensqualität und praktikabler Lösungen für die Generation 50 plus“, so die Hauptgeschäftsführerin. Zu den Preisträger gehören Arno Bicker (Alfeld), Tischlermeister Friedhelm Wiegmann (Elze), Gerhard Liedtke GmbH (Hildesheim), Harald Lodahl (Söhlde), Helmut Meier (Hildesheim), Klaus Berg (Nordstemmen), Linke GmbH (Nordstemmen), Lothar Bock GmbH (Hildesheim), Martin und Joachim Salland GbR (Nordstemmen), Michael Hallescheck (Hildesheim), Reusch Heizungsbau GmbH (Söhlde), Scharnbacher Sicherheitstechnik GmbH (Hildesheim), Schlüter-Elektrotechnik GmbH (Hildesheim) und Thomas Bütefisch (Diekholzen).

Im Anschluss an die Übergabe der Urkunden hatten die Besucher zudem die Möglichkeit, sich in den Räumen der Handwerkskammer in die simulierten Lebenssituationen älterer Menschen zu versetzen. Verschiedene Brillen, die eine im Alter übliche Sehstörung verdeutlichen, ein Rollstuhl-Hinderniskurs und ein Anzug, der die Bewegung einschränkt, konnten dabei ausprobiert werden. „Es ist interessant, den Vergleich spüren zu können“, erklärt Ulrike Schaper, die mit ihrer Tochter Victoria angereist war. „Wir sind ein Familienbetrieb, deshalb finde ich es wichtig, auch meine Tochter an dieses Thema heranzuführen und in alle Richtungen generationenfreundlich zu sein“, so die Architektin aus Sehlem. Durch die Nachvollziehbarkeit könne sie besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare