Geschichtskurs des Josephinums erhält Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung

Hinsehen, Einmischen und Mitgestalten

Der Geschichtskurs des Josephinums gewinnt den Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung für seine Arbeiten zum Semesterthema „Erinnerungskultur“. Dafür erhalten die Schüler Besuch von der Bundestagsabgeordneten Ute Bertram.

HILDESHEIM Unter dem Motto „Hinsehen, Einmischen, Mitgestalten“ veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung in diesem Jahr den achten „DenkT@g“-Jugendwettbewerb.

Bundesweit waren Schulklassen aufgefordert, sich mit der Erinnerung an Shoa und NS-Diktatur, aber auch mit aktuellen Fragen zu Themen wie Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Vergangenes Jahr rief die Hildesheimer Bundestagsabgeordnete Ute Bertram (CDU) alle Schulen in ihrem Wahlkreis zur Teilnahme auf.

Und tatsächlich: Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum in Hildesheim hat nun den vierten Preis gewonnen. Für sein Semesterthema „Erinnerungskultur“ hatte sich der Geschichtskurs von Lehrerin Maren Prey mit dem „Totenkeller“ des Josephinums beschäftigt – und mit einem Denkmal aus dem Jahr 1962, das bislang in jenem Keller vor sich hin schlummerte.

Dieses kleine Kunstwerk erinnert an die vielen Schüler des Gymnasiums, die in einem der beiden Weltkriege ihr Leben verloren. Der Geschichtskurs wird das Denkmal im März aus dem Keller in den Lesehof der Schule versetzen. Am 27. Januar, dem offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wurde der Preis in Berlin unter Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert verliehen. „Da bin ich natürlich sehr gern vorbeigekommen“, so Ute Bertram, „es ist toll, wenn die junge Generation sich so kreativ mit unserer Geschichte auseinandersetzt. Der Preis ist dafür eine schöne Anerkennung.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare