Nur knapp 50 Prozent der Ersten kommen aus dem Landkreis Hildesheim

Hildesheimer Impfzentrum: Freude über Start, Kritik am Impf-Tourismus

Freut sich, dass im Impfzentrum heute die erste Straße in Betrieb genommen wird: der organisatorische Leiter Nils-Andre Janinhoff.
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Freut sich, dass im Impfzentrum die erste Straße in Betrieb genommen wird: der organisatorische Leiter Nils-Andre Janinhoff.

Das Hildesheimer Impfzentrum nimmt morgen den Betrieb auf. Bis Freitag werden hier die ersten 360 Termine „abgearbeitet“. Die Kreisverwaltung kritisierte nochmals, dass es ein „erwartbares Chaos“ bei der Terminvergabe seitens des Landes gegeben hätte. Auch Am Montag gab es noch beleidigende Anrufe bei der Verwaltung. „Und es waren viele verzweifelte Menschen mit Todesängsten dabei“, fasste Torsten Köhler, der Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, die Stimmung zusammen. Er kritisierte, dass der Landkreis die Leute dazu animiere, so wenig wie möglich mobil zu sein, der Staat aber auf der anderen Seite einen Impf-Tourismus durch die Terminvergabe anheize. Hintergrund: Für Hildesheim gingen nur knapp 50 Prozent der Termine an Landkreisbewohner, der Rest kommt aus ganz Niedersachsen und sogar aus Sachsen-Anhalt. Der organisatorische Leiter des Impfzentrums, Nils-Andre Janinhoff, freute sich dennoch, dass es losgeht. Er gewann der Lage das Beste ab, denn 360 Termine würden zeigen, wie das Impfzentrum gewappnet ist. Seit 15. Dezember sei man in Lauerstellung, und er unterstrich: „Ich denke, dass flächendeckende Impfungen der entscheidende Baustein für den Weg aus der Krise sind.“ 

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