Jugendhof in Schönberg: Landkreis und Betriebsgesellschaft starten durch

Hildesheim an der Ostsee

Reiner Kaste, Landrat Reiner Wegner und Dieter Wolff (von links) sind sich einig: Der weitere Betrieb des Jugendhofes Schönberg ist gesichert.

KREIS Seit 1. November ist der Landkreis Hildesheim wieder Eigentümer des Jugendhofs in Schönberg an der Ostsee. Eine Maßnahme, die notwendig wurde, weil der private Eigentümer einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Nach Abschluss des Verfahrens hat der Landkreis die Rückabwicklung des 2007 geschlossenen Kaufvertrages betrieben, um seine Rechte und Vermögenswerte zu sichern.

Als neuer Betreiber soll jetzt die „Betriebsgesellschaft Jugendeinrichtung gemeinnützige GmbH Hildesheim“ den Betrieb und die Leitung des Jugendhofes Schönberg übernehmen. Ein entsprechender Pachtvertrag wurde bereits abgeschlossen. „Mit dem neuen Betreiber haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und hoffen, dass das dort vorhandene unternehmerische Know-how dazu beiträgt, den Jugendhof wieder in die Erfolgsspur zu bringen“, so Landrat Reiner Wegner. Seit 2008 betreibt die Betriebsgesellschaft bereits verschiedene ehemalige Jugendeinrichtungen des Landkreises Hildesheim, wie das „Haus Berlin“ in Hohegeiß (Harz) oder das Jugendwanderheim „Windmühle Marienrode“ im Landkreis Hildesheim. Die Übernahme erfolgt mit dem Ziel, einerseits den Betrieb der Jugendeinrichtung auf lange Sicht wirtschaftlich zu festigen und andererseits das bestehende Angebot vor Ort konzeptionell weiter zu entwickeln und stetig zu verbessern. Der neue Betreiber sei bekannt dafür, neue und am Gast orientierte Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen und die Angebote auch wirtschaftlich zu stabilisieren, so die Einschätzung des Fachdienstes Gebäudewirtschaft der Kreisverwaltung. Zunächst sollen nach ersten Planungen in den Blockhäusern Toiletten und Küchenzeilen eingebaut werden, die den Standard der Häuser anheben. Eine Nutzung der Turnhalle und der umliegenden Außenflächen wird voraussichtlich noch bis zum 31. Oktober kommenden Jahres möglich sein. Eigentümer und Pächter sind aber mit der Gemeinde Schönberg im Gespräch, um dort neben den bereits bestehenden Freizeitmöglichkeiten auch alternative Angebote zu entwickeln.

Gute Erfahrungen

Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen seitens der Besucher in den Jugendeinrichtungen in Hohegeiß und Marienrode, haben sich die bisherigen Übertragungen der ehemaligen Jugendeinrichtungen des Landkreises auf die Betriebsgesellschaft zur vollsten Zufriedenheit entwickelt. Die bisherigen guten Erfahrungen und die positiven Entwicklungen sollen daher auch auf den Jugendhof Schönberg übertragen werden. Da der Landkreis Hildesheim als Garant für die Fortführung des Jugendhofs Schönberg einsteht, werden die bereits vorgemerkten Reservierungen für das kommende Jahr zu den bisherigen Konditionen erfüllt. „Dies gilt selbst selbstverständlich auch für die noch folgenden Reservierungen und Buchungen die eingehen werden“, betont Reiner Kaste, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft.

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