Volksbank Hildesheim stellt Bilanz vor / Neueröffnung nach Umbau im Frühjahr

„Haus der Mitglieder“

Es gibt viel zu tun im neuen Jahr: Die Volksbank-Vorstandsmitglieder Michael Siegers und Jürgen Böhnke (von links) zeigen die Baufortschritte in der Geschäftsstelle am Kennedydamm, die im Frühjahr neu eröffnet werden soll. Foto: Mosig

HILDESHEIM Niedriges Zinsniveau, gute Grundstimmung, Deutschland als Konjunkturlokomotive, prognostiziertes Wirtschaftswachstum, DAX-Höchsstand: Beste Voraussetzungen für ein gutes Geschäftsjahr der Volksbank Hildesheim.

Wie die Vorstandsmitglieder Michael Siegers und Jürgen Böhnke gestern mitteilten, nahm die Bilanzsumme der Volksbank Hildesheim zum Jahresende um rund 0,4 Prozent beziehungsweise drei Millionen Euro auf 731 Millionen Euro zu. Diese Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Einlagen im Jahresverlauf um fünf Milionen Euro beziehungsweise 0,9 Prozent auf 576 Millionen Euro gewachsen sind. Die Mitarbeiterzahl fiel von 215 auf 211, wobei dies daran liege, dass die Zahl der Auszubildenden gefallen sei (21 auf 18), da es keinen doppelten Abiturjahrgang mehr gab, so Böhnke. „Wir versuchen, die Azubi-Zahl bei zehn Prozent zu halten“, so der Vorstand. Der Mitgliederbestand der Genossenschaft ist von 27 598 auf 27 867 angewachsen, für die bei der Vertreterversammlung eine Dividendenausschüttung von sechs Prozent empfohlen wird. Die Zahl der Kunden beträgt 55 000, es gibt 17 Geschäftsstellen, die laut Siegers „mittelfristig gehalten werden sollen, da es der Kundenwunsch ist“. Erst, wenn durch das Internetgeschäft weniger Bedarf herrsche, müsse man vielleicht an Geschäftsstellen ran: „Wir werden aber trotz des demografischen Wandels immer in der Fläche präsent bleiben.“ Der demografische Wandel war auch ausschlaggebend für eine der erfolgreichsten Neuerungen der jüngeren Vergangenheit: Die „Nacht der Bewerber“, die fortgeführt werden soll. Doch auch die Volksbank Hildesheim merkt die Konkurrenz, sogar aus den eigenen Reihen. Die Volksbank Hildesheimer Börde wirbt jetzt um Kunden in der Kreisstadt. Siegers sieht dies sportlich: „Jede Bank ist autark, es gibt in einigen Gemeinden schon lange Überschneidungen.“ Und die Verantwortlichen basteln schon fleißig an der Zukunft: Nach dem Umbau der Hauptgeschäftsstelle, Kennedydamm, soll das Gebäude „Haus der Mitglieder“ heißen. Die dreifach verglasten Scheiben sorgen für Schallschutz und eine gute Isolierung. Der Wärmeverlust kann damit um rund 70 Prozent verringert werden. Zur emissionsfreien Eigenversorgung der Volksbank mit Strom wurde eine Fotovoltaikanlage auf das Hauptstellendach montiert. Mittlerweile sind über den Eingängen Stahlkonstruktionen für eine Vorhangfassade angebracht, die auf das „Haus der Mitglieder“ hinweist. Das neugestaltete Haus will sich nicht nur als Bank präsentieren. Siegers schwärmte von einem „Erlebnisraum für Mitglieder“. Es ist geplant, den Geschäftsbetrieb in der Hauptstelle im Frühjahr 2014 wieder aufzunehmen. Mit zahlreichen Veranstaltungen von Ende April bis zum Beginn der Sommerferien stellt die Volksbank ihr neugestaltetes Gebäude, das zehn Millionen Euro kostet, vor.

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