Sachsens Landesvater Stanislaw Tillich zu Besuch im Pöttjerort

Gemeinsamkeiten zwischen Duingen und Sachsen

Der sächsische Ministerpräsident erhält eine Flasche Gronauer Lockstedter.

Bürgermeister Klaus Krumfuß konnte sich nicht daran erinnern, dass jemals ein amtierender Ministerpräsident in Duingen zu Gast war. Bis gestern: Sachsens Landesvater Stanislaw Tillich besuchte den Flecken, um sich über die Situation in der kleinen Samtgemeinde zu informieren.

Der sächsische Ministerpräsident erhält eine Flasche Gronauer Lockstedter.

Der Gast, der nach eigener Auskunft aus „dem nahen Osten“ stammt, fand schnell Gemeinsamkeiten zwischen den Gegebenheiten in seinem Bundesland und im Südkreis Hildesheim. In der früheren Glasmacherstadt Bernsdorf in der Oberlausitz gebe es etwa eine Industriebrache, die sich Duingen als Vorbild nehmen könnte, meinte Tillich, nachdem Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Schulz das 2010 verwirklichte Konzept der „neuen Mitte“ vorgestellt hatte, mit dem Duingens Ortskern vor zweieinhalb Jahren saniert wurde. Auch das Modell des Hallenbadbetriebes ohne eigene Mitarbeiter, mit hohem ehrenamtlichen Aufwand und mit wenigen Zuschüssen stieß bei Tillich auf offene Ohren. Im Austausch dazu berichtete der Ministerpräsident seinerseits von Sachsens Kreis- und Gebietsreform. „Wir haben die Anzahl der Kreise von 90 auf zehn und die Zahl der Gemeinden um 130 verringert“, erzählte Tillich: So wurden den willigen Gemeinden eine Hochzeitspauschale (100 Euro pro Einwohner) und höhere Schlüsselzuweisungen zugesichert. Wichtig sei, dass Fusionen freiwillig geschehen, meinte der Sachse: „Der Verwaltungsbeamte aus der Landeshauptstadt, der einen Zirkel ansetzt, kann gar nicht wissen, welche Befindlichkeiten zwischen zwei Orten herrschen.“ Mit Blick auf die Landtagswahl wünschte er Krumfuß, der „in Hannover ja schon über eine Inventarnummer verfügt“, Glück und plauderte dabei über Sachsens Schulsystem: „Wir haben die Zugangsvoraussetzungen für Gymnasien erst aufgeweicht und jetzt wieder verschärft, da wir gesehen haben, dass dadurch die Mittelschulen sterben.“ Wie gesagt, es gibt viele Gemeinsamkeiten...

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