Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln

Gefälschte Impfpässe

Polizeijacke Niedersachsenross
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Symbolbild.

Hildesheim – Die Polizei Hildesheim führt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim seit Oktober ein umfangreiches Verfahren wegen Urkundenfälschung. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf Hauptbeschuldigte im Alter von 21 bis 29 Jahren, die im Verdacht stehen, falsche Impfpässe hergestellt und veräußert zu haben. Der Einstieg in das Verfahren beruht auf Erkenntnissen der zum 1. Oktober neu gegründeten Ständigen Ermittlungsgruppe Komplexe kriminelle Strukturen (SEG KKS) der Polizeiinspektion Hildesheim.

Demnach stehen die beschuldigten Männer aus dem Raum Hildesheim im dringenden Tatverdacht, sich bandenmäßig auf die Fälschung von Impfzertifikaten spezialisiert zu haben. Dazu sollen sie Blanko-Impfpässe so bearbeitet haben, dass diese von echten Impfbescheinigungen kaum zu unterscheiden waren. Der Verkauf der Impfpassfälschungen soll von den Beschuldigten vornehmlich über soziale Medien erfolgt sein.

Mit dem Ziel des Auffindens von Beweismitteln erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim Durchsuchungsbeschlüsse, die Mittwochmorgen in einer konzentrierten Aktion an 24 Wohn- und Gewerbeobjekten im Raum Hildesheim, im Bereich Göttingen, im Raum Hannover, im Landkreis Northeim, im Landkreis Gifhorn sowie im Bereich Hessen umgesetzt wurden. An den Maßnahmen unter Leitung von Hildesheims Kripo-Chef Thomas Breyer waren etwa 300 Polizeikräfte beteiligt, 70 davon aus der Polizeiinspektion Hildesheim.

„Die Durchsuchungen waren ein voller Erfolg“, resümiert Thomas Breyer. Es konnten diverse Beweismittel gefunden und beschlagnahmt werden. Darunter zahlreiche Impfausweise, Chargen-Aufkleber, Stempel, Drucker, Mobiltelefone und weitere Datenträger. Zudem kamen Blanko-Impfpässe, mutmaßlich bestellte und gefälschte Impfpässe sowie mehrere zehntausend Euro Bargeld in amtliche Verwahrung. Darüber hinaus konnten Waffen, Drogen und hochwertige Markenuhren als Zufallsfunde beschlagnahmt werden. Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände sowie die weiteren Ermittlungen dauern an.

Delikte solcher Art werden von der Staatsanwaltschaft und der Polizei konsequent verfolgt. Die Leiterin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Leitende Oberstaatsanwältin Petra Herzog, führt aus: „Gerade jetzt ist es besonders wichtig, bei dieser Art von Kriminalität schnell und konsequent vorzugehen, um die Bevölkerung vor denjenigen zu schützen, die auf diese Art gegen das Gesetz verstoßen und die Gesundheit anderer dadurch gefährden.“

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