Statistik der Arbeitsagentur

Gastro-Sektor im Landkreis Hildesheim: Minijobber trifft die Krise hart

Die Gastro-Betriebe sind weiter geschlossen. Das kostet viele Aushilfen den Job.
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Die Gastro-Betriebe sind weiter geschlossen. Das kostet viele Aushilfen den Job.

Kreis – Im Zuge der Krise ist die Zahl der Minijobs im Landkreis Hildesheim um acht Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 22 600 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse – ein Jahr zuvor waren es noch 24 500. Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe. In der Branche gingen binnen eines Jahres 664 Minijobs verloren – ein Minus von 22 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Die Statistik spiegele eine „enorme Unwucht“ auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. Während dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prekär Beschäftigte besonders hart. „450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden häufiger gekündigt und sind sozial kaum abgesichert“, sagt Lena Melcher, Geschäftsführerin der NGG-Region Hannover. Die Gewerkschafterin kritisiert die Entlassungen, hat aber angesichts der historischen Krise Verständnis für die Lage der Hotels und Restaurants. „Das Problem ist vielmehr, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist höchste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.“

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