Fusion im Raum Salzhemmendorf? Wolfgang Schulz berichtet von Duingen/Gronau

Frage nach der Zukunft

Drittes Bürgerforum der „Aktiven Bürger“ in Oldendorf (von links): Thomas Hampe, Wolfgang Schulz, Christoph Strüver, Jens Kottlarz und Bettina Wallbaum. Foto: Göke

DUINGEN / OLDENDORF Die jüngsten zwei Jahre waren für Duingen und Gronau laut Wolfgang Schulz „eine Erfolgsgeschichte“. Politiker aller Parteien hätten an einem Strang gezogen und fast das Unmögliche geschafft. „Zahlreiche Könige verlieren ihren Thron“, so der Duinger Samtgemeindebürgermeister: „Denn aus 14 Räten in den Samtgemeinden Duingen und Gronau werden zum Ende des kommenden Jahres nur vier bestehen bleiben. Und mit mir wird auch ein Hauptverwaltungsbeamter wegrationalisiert.“ Auf Einladung der „Aktiven Bürger“ erklärte Schulz bem Bürgerforum in Oldendorf den Weg zu der Fusion und berichtete von seinen Erfahrungen.

In den Schlüsselzuweisungen sah der bei der Sitzung anwesende Coppenbrügger Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka (CDU) das Problem. Das Thema Fusion mit Salzhemmendorf ist aus seiner Sicht nur ein „Nebenkriegsschauplatz“. Er will eher zusammen mit den Bürgern und Politikern erreichen, dass die Zuwendungen vom Bund und Land steigen. Dann wäre die Finanzsituation der Gemeinde auch besser und die Gemeinden könnten wieder mehr gestalten. Zu der Sichtweise, dass es so finanziell nicht weitergehen kann, sind die „Aktiven“ in ihrer bisherigen politischen Arbeit seit 2011 auch gekommen. Bei der Kommunalwahl 2011 zogen die ersten drei Mitglieder der „Aktiven Bürger“ in den Gemeinderat ein, und auch in den Ortsräten Oldendorf, Lauenstein, Benstorf und Wallensen sind sie zahlreich vertreten. Anfangs noch auf das Schulthema konzentriert, haben sich die „Aktiven“ weiterentwickelt. In der Oppositionsarbeit sind sie mittlerweile geübt, und sie versuchen, Akzente zu setzen. „Mit dem Besuch von Wolfgang Schulz wollten wir uns erstmal schlau machen und haben auch noch keine vorgefasste Meinung. Die derzeitige Finanzsituation der Gemeinde scheint uns aber in diese Richtung zu drängen. In den Haushaltsberatungen haben wir aber schon überlegt, was man tun kann. Wir wollen uns nicht damit begnügen, dass man die Situation nicht ändern kann“, so Thomas Hampe, der für die „Aktiven“ im Gemeinderat sitzt. Auch für Jens Kottlarz vom Wallenser Ortsrat ist klar, dass die Situation so nicht bleiben kann: „Es darf keine heiligen Kühe geben. Uns sollte klar werden, dass wir die Herausforderung der nächsten Jahre nicht mit Mitteln und Konzepten der Vergangenheit lösen können.“ Dies war das Schlusswort nach dem dritten Bürgerforum der Aktiven Bürger, bei dem sich immerhin 50 Zuhörer in Oldendorf versammelt hatten, die sich anscheinend auch sehr mit dem Gedanken der Fusion zwischen Coppenbrügge und Salzhemmendorf anfreunden konnten, wie eine Umfrage am Ende der Veranstaltung zeigte. gök

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