„Eigentlich gibt es heute nur Gewinner“: Andrijana Gottschalk aus der Samtgemeinde Gronau ist Publikumsliebling

Felix-Lopp-Trio gewinnt „hört! hört!“

Die Sieger der Landkreise: Das Felix-Lopp-Trio überzeugt mit einer instrumentalen Jazzversion von „Spain“. Fotos: Kolbe-Bode

HILDESHEIM Es hat geklappt. Das Finale des „hört! hört! – Der Musik Grand Prix in der Region Hildesheim“ gestaltete sich als eine Veranstaltung, bei der es im Großen und Ganzen nur Gewinner gab. Die Musiker, das Publikum und die Veranstalter erlebten in der mit 1 200 Gästen voll besetzten Halle 39 einen spannenden Abend mit einem gemischten Reigen aus Musik und sehr unterschiedlichen Interpreten der Region.

Als musikalische Sieger wurden weit nach Mitternacht das Felix-Lopp-Trio aus Diekholzen, gefolgt von Andrijana Gottschalk aus Gronau und die Band The Hikes aus Sarstedt gekürt. Das Ergebnis errechnete sich aus den Bewertungen einer Fachjury, jeweiligen Gemeindevertretern und dem Publikum.

Mit der Interpretation des Liedes „Goodbye my Lover“ von James Blund, sang sich Andrijana Gottschalk in die Gunst des Publikums. Regelrechte Begeisterungsstürme erfolgten, als das Lied an Schwung aufnahm und Andrijana mit kräftiger Stimme sang. Für diese reife Leistung erhielt die Gymnasiastin den absoluten Spitzenwert von 108 Stimmen aus dem Publikum. The Hikes ersangen sich 102 und das jazzige Instrumentalstück von Felix Lopp, Niklas Galke und Mattias Meyer erhielt 90 Publikumsstimmen. Die Fachjury zeigte sich vom Können der drei Diekholzer Jungs und ihrer Interpretation von „Spain“ des Jazz-Altmeisters Chick Corea überzeugt und vergab die Höchstpunktzahl, ebenso wie die Gemeindevertreter der Landkreise. Dafür erhielt das Sieger-Trio den Wanderpokal und ein Preisgeld in Höhe von 1 250 Euro. Andrijana Gottschalk erhielt 750 und The Hikes 500 Euro. Die Hälfte müssen sie allerdings an ihre Heimatgemeinde abgeben, die es für kulturelle Zwecke verwenden muss.

Gekonnt führten Marion Schorrlepp und Arnd Heuwinkel durch den langen Abend, der um 19 Uhr begann und erst gegen ein Uhr in der Nacht endete. Über amüsante Trailer wurden die Gemeinden auf der Videoleinwand vorgestellt und das Publikum in Umbauphasen mit munteren Showeinlagen unterhalten. Die Musiker wurden vom Publikum gebührend umjubelt, so dass es weniger um den Sieg, als um das Erlebnis, vor einer so großen Menschenmenge zu spielen, ging.

So sah es auch der Projektmanager Andreas Kreichelt, der das Event zusammen mit dem „Netzwerk für Kultur und Heimat Hildesheimer Land“ erstmals initiierte. Zu später Stunde sagte er: „Besonders freue ich mich, dass wir 18 Finalisten aus den Gemeinden dabei haben konnten. Alle haben sich absolut ernsthaft vorbereitet und damit für eine hohe Qualität der Show gesorgt. Eigentlich gibt es heute nur Gewinner“. Die gesamte Vorbereitungszeit belief sich auf zwei Jahre. Das Projekt wurde von zahlreichen Sponsoren unterstützt. ckb

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