Neue Aktionen neben „Lesezeichen-Projekt“: Lesebahnhof und Literaturexpress

„Erlebnis des Bahnfahrens literarisch neu entdecken“

Ein Team fördert den literarischen Bahnhof (von links): Detlef Krusche (Deutsche Bahn), Marina Schwabe (Leiterin Literaturexpress), Jo Köhler, Bettina Gehrz (Bahnhofsmission) und Christine Raudis (Autorin). Foto: Körber

HILDESHEIM Das Forum-Literatur-Büro startete zum dritten Mal das „Lesezeichen-Projekt“. Mittlerweile hängen schon mehr als 60 Lesezeichen an unterschiedlichen Orten in Hildesheim. Viele positive Rückmeldungen von Hildesheimern und Stadtbesuchern belegen, dass die Lesezeichen gut ankommen.

Beispielsweise schrieb die Stadtbesucherin Sonja Wagner: „Das Innehalten ist etwas, dass wir alle viel öfter tun sollten. Mir haben die Spaziergänge von Gedicht zu Gedicht und von Innehalten zu Innehalten gut getan.“ Zum Umbau des Hildesheimer Hauptbahnhofes hat sich das Büro unter der Leitung von Jo Köhler auch etwas Besonderes einfallen lassen. Neben 15 großen Gedichtbannern gibt es einige Projekte für Kinder. Das sind der Literaturbahnhof und der Literaturexpress.

Zusammen mit der Kinderbuchautorin Christine Raudis wurde die Idee des Lesebahnhofs entwickelt: „In einem Bahnhof ereignen sich jede Menge Geschichten. Da ist es nur konsequent, den Bahnhof auch zum Ort für das Vorlesen und Erzählen zu machen.“ Die Autorin liest und erzählt jeweils eine Stunde lang Gedichte und Geschichten rund um das Thema Reisen. Dazu eingeladen sind Kinder ab fünf Jahren, ihre Begleitpersonen, Durchreisende, Wartende und alle Menschen, die gerne zuhören und sich Zeit für Geschichten und Gedichte nehmen.

Ein anderes Projekt ist der Literaturexpress unter der Leitung von Marina Schwabe in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Nordstemmen. „Mit Methoden des kreativen Schreibens wollen wir Kindern und Jugendlichen ermöglichen, das alltägliche Erlebnis des Bahnfahrens auf literarische Weise neu zu entdecken“, so Schwabe. Die Strecke für den Literaturexpress führt von Nordstemmen nach Hildesheim. Auf diesem Weg müssen die Kinder und Jugendlichen in der Bahn ihre Beobachtungsgabe schärfen, alles um sich herum genau beobachten und dann zu Papier bringen. Auf diesem Weg entstehen tolle Geschichten. Jo Köhler ist überzeugt: „Lesen kann man nicht nur in Büchern, sondern auch in Situationen, in Gesichtern und in Lebenshaltungen.“

Der letzte Termin vom Lesebahnhof ist am 18. September um 15.30 Uhr in der Bahnhofsmission. Plätze für den Literaturexpress sind weitgehend ausgebucht.

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