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Ein Kurzfilm mit prominenter Besetzung

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Der neunjährige Jonas Daubner spielt Toni, für den sich jeder Streit der Eltern wie ein Verbrechen anfühlt.
Der neunjährige Jonas Daubner spielt Toni, für den sich jeder Streit der Eltern wie ein Verbrechen anfühlt. © Ann-Cathrin Oelkers

Hildesheim – Im Vorgarten eines Einfamilienhauses am Hildesheimer Galgenberg stehen hohe Scheinwerfer. Doch die weithin sichtbare Beleuchtung setzt nicht die Kletterrose, die Fassade und Haustür romantisch umrankt, in Szene. An der Sebastian-Bach-Straße wird ein Film gedreht, der zu einem großen Teil vor einer Türsprechanlage spielt. „Es ist eine tolle Location“, schwärmt Regisseur und Drehbuchautor Silas Degen von dem Ort, an dem die Außenaufnahmen seines Kurzfilms „Schreiendes Schweigen“ gedreht werden. 

Der Zehnminüter des gebürtigen Bad Salzdetfurthers, der an der Uni Hildesheim Szenische Künste mit dem Schwerpunkt Film studiert, basiert auf Kindheitserinnerungen. Er erzählt aus der Perspektive eines siebenjährigen Kindes, wie dieses Streit zwischen den Eltern erlebt, erzählt von Ängsten und Schuldgefühlen.

Die „goldene Regel“, nicht mit Kindern zu drehen, haben Silas Degen und sein Kommilitone Bastian Kühne-Delarocque (Regie & Produktion) für ihr mit 2 600 Euro vom Kulturbüro der Stadt Hannover gefördertes Projekt gebrochen. Der neunjährige Jonas Daubner spielt den sieben Jahre alten Toni, für den sich jeder Streit der Eltern wie ein Verbrechen anfühlt. Als eines Abends die von den Nachbarn alarmierte Polizei vor der Haustür steht und Toni den Hörer der Gegensprechanlage abnimmt, steht der Junge vor einer schweren Entscheidung. Kann er den Beamten vertrauen? Soll er sie in die Wohnung lassen oder muss er die Eltern beschützen? Im Vorfeld haben die jungen Filmemacher sich viel Zeit genommen, um Jonas auf das schwierige Thema vorzubereiten, mit dem Kinderschauspieler über das erdachte Szenario zu sprechen. oel

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