Landkreis beteiligt Einwohner aktiv am regionalen Entwicklungskonzept

Was beschäftigt die Menschen?

Kreis – Mitreden, wenn es um die Zukunftsgestaltung des eigenen Lebensumfeldes geht – das konnten jetzt etwa 100 Einwohner des Landkreises Hildesheim. „Die aktive Einbindung von Einwohnern ist ein zentraler Baustein im regionalen Entwicklungskonzept, mit dem sich der Landkreis seit Anfang dieses Jahres beschäftigt“, heißt es aus dem Kreishaus.

Zur so genannten Zukunftskonferenz hatte der Landkreis auf Basis einer Zufallsstichprobe eine repräsentative Gruppe aus allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden eingeladen. In zehn Arbeitsgruppen, einem offenen Marktplatz und an zahlreichen Themenstationen ging es in der Volkshochschule um die wichtigen Themen aus Sicht der Bürger. Schon in der Einstiegsphase schälten sich erste Schwerpunkte heraus: Mobilität landete weit vorne, und auch Themen wie ärztliche Versorgung, Wohnen, Bildungsangebote oder Umwelt- und Klimaschutz „brannten vielen der Teilnehmenden auf den Nägeln“. Großes Gewicht wurde auch der Kultur als zentralen Standortfaktor und Indikator für Lebensqualität beigemessen. „Es hat uns durchaus überrascht, dass dieses Thema so wichtig ist. So wurde beispielsweise auch ein Kulturatlas gewünscht“, erklärt die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann, die für das regionale Entwicklungskonzept verantwortlich zeichnet. Besonders aufhorchen ließ aber die Äußerung, dass sich die Menschen über grundlegende Themen, die der Landkreis bearbeitet, nicht ausreichend informiert fühlen – trotz der Nutzung zahlreicher Kommunikationskanäle von Presse bis Social Media. „Hochwasserschutz, ÖPNV und auch das Entwicklungskonzept wurden hier genannt“, so Wißmann. Doch genau diese konstruktive Kritik sei erwünscht. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz fließen nun in das regionale Entwicklungskonzept ein. Im Frühjahr soll das Konzept vorliegen und öffentlich vorgestellt werden.

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