„SooBa“ der HAWK entwickelt Online-Angebot – ein Zwischenbericht

Beratungsplattform für Senioren

„Hi-Senior“ berät Prof. Dr. Ulrike Marotzki (links) über die Anforderungen einer nutzerfreundlichen Online-Plattform für Senioren.

HILDESHEIM Für jeden Beratungsschwerpunkt mindestens einen Ansprechpartner aus der Region zu haben, einen Beirat aus Senioren für das Forschungsprojekt zu etablieren und einen neuen Kooperationspartner gewonnen zu haben, sind wichtige Ergebnisse des jüngsten Arbeitstreffens des Forschungsprojektes „SooBa“ (Senioren on- und offline Beratungsangebote arrangieren) an der HAWK.

Vor zahlreichen Vertretern der regionalen Beratungsangebote für ältere Menschen, Kooperationspartnern und Senioren führte Projektleiterin Prof. Dr. Ulrike Marotzki von der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit in den aktuellen Stand des Forschungsprojektes und der zu etablierenden Online-Beratungsplattform für Senioren im Senatssaal der HAWK ein.

Die bundesweit arbeitende Plattform „AWO-Pflegeberatung-online.de“ hatte Beratungsanfragen zur Verfügung gestellt, die den Beteiligten als Fundort und Beispiel für beide Seiten dienten, sowohl die Seite der Beratenden als auch die der Ratsuchenden. Das Projektteam, zu dem auch Prof. Dr. Barbara Betz, Prof. Dr. Corinna Ehlers, Dr. Maria Huchthausen, Konstanze Löffler, Kathrin Weiß und Jasmin Dürr gehören, erstellte ein umfassendes Bild zu Themenvielfalt und Zugangswegen in der regionalen Beratungslandschaft für Senioren in Stadt und Landkreis Hildesheim. Dieses gilt als Ausgangsbasis für die Online-Plattform, welche die bestehenden Beratungsangebote ergänzen und vernetzen soll. Das Team untersuchte hierfür Broschüren und Internetauftritte. Es führte Interviews und machte eine Onlinebefragung bei der Computergruppe „Hi-Senior – Senioren @ns Netz“.

Aus mehr als 150 Themen ergeben sich aktuell sechs Beratungsschwerpunkte im Bereich der Belange der Senioren: Wohnen, Pflege, Lebensberatung, Therapie und Rehabilitation, Freizeit und Ehrenamt sowie Finanzierung und Leistungsanspruch. Für alle sechs Punkte stellte sich im Kreis der Kooperationspartner mindestens ein Ansprechpartner im Namen seiner Institution für die Beratung zur Verfügung. Helga Kassebom von „Demenzfreundliche Region Hildesheim“ sicherte ebenfalls ihre Kooperationsbereitschaft zu. Aus der nachmittäglichen Arbeitsgruppe der Senioren wurde angeregt, dass die Suchstrategie zum Beratungsthema individuell wählbar sein solle. Das Online-Angebot solle gut lesbar sein (Schriftgrößen- und Kontrastanpassung) und übersichtlich (einfaches Design). Gleichzeitig sicherten die Senioren zu, einen Beirat für das Forschungsprojekt besetzen zu können. Die Arbeitsgruppe Technik um Dr. Maria Huchthausen, zu der auch Stefan Wölwer, Professor für Interface Design, und Kooperationspartner Bernd Jacob von der Agentur „die Medialen“ gehören, erstellte einen Fragenkatalog zur weiteren Vorgehensweise bei der Entwicklung der Beratungsplattform.

Die Ergebnisse des Arbeitstreffens fließen jetzt in die weitere Konzeptentwicklung ein. Parallel sollen sowohl die technische als auch die inhaltliche Seite weiterentwickelt werden. „Im April und Mai planen wir eine Testphase, im Frühsommer soll die Plattform dann online gehen“, so Marotzki.

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