Projektwoche Holz des Berufsbildungsbereiches der Lebenshilfe Hildesheim

Vom Baumstamm zum Frühstücksbrett

Um das Thema Holz zu vertiefen, dürfen sechs Berufsstarter an einer Projektwoche teilnehmen.

KREIS Mit dem Ende der Sommerferien hat für 20 Teilnehmer die berufsbildende Zeit in den Werkstätten der Lebenshilfe Hildesheim begonnen. In diesem Bereich werden, unter Anleitung sowohl handwerklich als auch pädagogisch ausgebildeter Betreuer, berufs- und persönlichkeitsfördernde Maßnahmen durchgeführt. Die Aufgaben umfassen die Entwicklung weiterführender Rehabilitationsmaßnahmen, Möglichkeiten zur Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu entwickeln oder eine Eingliederung in den Arbeitsbereich der Werkstatt vorzubereiten.

Die Bildungsangebote umfassen fachspezifische Bereiche wie Metall- und Holzverarbeitung, Küchen- Gartenbau, Montage, Verpackung, Druckerei und der individuelle Entwicklungsförderung. Um das Thema Holz zu vertiefen, durften sechs Berufsstarter an einer Projektwoche teilnehmen, um die natürliche Abfolge zur Entstehung eines fertigen Frühstücksbretts kennenzulernen.

In Begleitung eines Mitarbeiters des Berufsbildungsbereiches und einer FSJlerin startete die Gruppe am Montag in den Hildesheimer Wald. Dort begrüßte Jörg Aumann, ein zertifizierter Waldpädagoge, die interessierten Teilnehmer. Ein umfassendes Bild vom lebendigen Wald, insbesondere der dort kultivierten Bäume, brachte er unter Berücksichtigung sämtlicher Sinne ins Erlebnis. Von der Entwicklung vom Samen zum Baum und deren Rückwandlung zurück zu fruchtbarem Boden wurde umfassend vermittelt.

Mit dem neu dazu gewonnenen Wissen über die Bäume und die Arbeit des Försters im Wald, ging es am Dienstag zur Werk-Kunstmühle nach Wrisbergholzen. Hermann Zottl, der in seiner Mühle ein historisches Horizontalgatter betreibt, führte in die Arbeit des Sägewerkers im traditionellen und somit sehr nachvollziehbaren Sinne ein. Sowohl die Funktionsweise der Säge als auch die Unterschiede der Hölzer wurden thematisiert. Eine besondere Vorführung gab der Künstler an der Drechselbank.

Am Mittwoch begrüßte der Tischler Thomas Dierks die Teilnehmer in der Lebenshilfe Werkstatt am Römerring. Dort wurde der Arbeitsbereich Holz mit den großen verschiedenen Maschinen erklärt. Dierks hatte Hölzer vorbereitet, die in den nächsten Tagen von den Teilnehmern zu einem Frühstückbrett weiterverarbeitet wurden. Nach einer Einweisung an den Maschinen und der Arbeitssicherheitsunterweisung durfte jeder Teilnehmer unter Begleitung des Tischlers die Hölzer ablängen, verleimen und auf Dicke hobeln.

Am Donnerstag wurde das Erlebte der letzten Tage wiederholt, das erworbene Wissen gefestigt und offene Fragen beantwortet. Harald Daun, der Bildungsbegleiter, erklärte anschließend die verschiedenen Handwerkszeugen des Tischlers. Die Praxis durfte auch hier nicht fehlen, so konnten die bereitgestellten Werkzeuge auch gleich ausprobiert werden. Am letzten Tag der Projektwoche wurde gesägt, gebohrt, geschliffen und geölt, um aus dem am Mittwoch vorbereiteten Rohlingen ein Frühstücksbrett zu formen. Stolz über das geschaffene Werk durfte jeder Teilnehmer das Ergebnis mit nach Hause nehmen.

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