Riedelsaal der VHS ist barrierefrei zu erreichen und bietet Platz für bis zu 200 Personen

Ambiente und Akustik stimmen

Der Hildesheimer Riedelsaal erstrahlt in neuem Glanz: Die Geschäftsführerin der Volkshochschule, Dr. Margitta Rudolf, begrüßt die zahlreichen Gäste zum Neujahrsempfang. Foto: Kolbe

HILDESHEIM J Die Neugestaltung des Riedelsaals hat dem Neujahrsempfang des Bildungs- und Beratungszentrums der Volkshochschule Hildesheim eine besondere Note verliehen. Im Zuge der Veranstaltung gab es künstlerische Kostproben, die zeigten, welche unterschiedlichen Präsentationsmöglichkeiten ab jetzt in diesem Saal bestehen.

Geschäftsführerin Dr. Margitta Rudolph führte durch das Programm und schilderte den vorherigen Zustand des Raumes. Schmunzelnd erinnerte sie an den Bodenbelag aus Linoleum, mehreren Teppichlagen und entsprechenden Mengen Klebstoff. Die bestehende Schieflage des Bodens wurde in gleichem Zuge behoben. „Nur schwer konnten wir uns von den orangefarbenen, mit Gummi überzogenen Gardinen trennen“, scherzte Rudolf weiter. Jetzt zieren verdunklungsfähige, brandsichere Stoffe die Fenster und die Bühne.

Für Erheiterung sorgten die Ausführungen der Rednerin über die ehemalige Soundanlage. Denn, es war so, dass die Funk-Übertragung auf Frequenzen lief, die heute ein Telefonanbieter nutzt. So kam es manchmal dazu, dass Fetzen von Telefongesprächen wiedergegeben wurden.

Dank der Unterstützungssumme von der Sparkasse Hildesheim – in Höhe von 28 000 Euro – konnten die räumlichen Arbeiten erledigt werden. Die verbesserte Technik – in Form einer neuen Soundanlage, einem Kino-Beamer und einer großen Leinwand – ist der monetären Unterstützung von Dr. Bruno Gerstenberg zu verdanken.

Margitta Rudolf betonte, dass es der Raum, mit seiner zentralen Lage und modernen Ausstattung erlaubt, dass sich dort viele Kulturakteure in unterschiedlichen Formaten präsentieren können. Kulturelle Netzwerkarbeit ist erwünscht und wird angestrebt. Der Riedelsaal bietet Platz für bis zu 200 Personen und ist barrierefrei zu erreichen.

In ihrer Rede schilderte Rudolf die Flüchtlings- und Asylsuchendensituation als eine derzeit große Herausforderung. Sie sagte: „Die Integrations- und Bewältigungsarbeit wird uns sicherlich nicht nur kurzfristig, sondern unter Umständen viele Jahre begleiten.“ Sie zeigte sich davon überzeugt, dass die Region Hildesheim, sowohl mit der dezentralen Unterbringung als auch mit mehrsprachigen Informationszugängen vorbildlich arbeitet. Überwiegend gelänge es, den Asylsuchenden zeitnah interkulturelle und sprachliche Kurse anzubieten.

Die Geschäftsführerin räumte ein: „Wie lange dies noch möglich ist, wissen wir allerdings nicht, denn es fehlt den Flüchtlingskursen zunehmend an einer ausreichenden Finanzierung und ausgebildeten Dozenten, um die derzeitigen Angebote aufrecht zu erhalten“.

Das Rahmenprogramm bereicherte Martin Fritz mit drei Sätzen aus der Solo-Suite von Johann Sebastian Bach, der Stimmakrobat Edgar Wendt und die Hildesheimer Autorin Dirgis Attal, die ein Stück aus ihrem Buch „Das vergessene Kleid“ vorlas. Eine kurze Filmpräsentation bot den Gästen Einblicke in die, von der Volkshochschule ausgehende, Flüchtlingsarbeit in der Stadt und der Region.

Als Neuerungen wird das Jahr 2016 für die Volkshochschule die Renovierung und Teilsanierung des Gebäudes Pfaffenstieg und den Bezug des Gebäudes in Sarstedt bereithalten.

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