Weltorganisation der Politikwissenschaft beruft Marianne Kneuer in Vorstand

Akademische Netzwerke knüpfen

Marianne Kneuer ist seit 2011 Professorin für Politikwissenschaft am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim.

HILDESHEIM Akademische Netzwerke zwischen Ost und West, Nord und Süd, zwischen Politikwissenschaftlern in jungen und etablierten Demokratien knüpfen: Im Vorstand der Internationalen Vereinigung für Politikwissenschaft ist Professorin Marianne Kneuer von der Universität Hildesheim künftig für internationale Kooperation in Forschung und Lehre zuständig.

Prof. Dr. Marianne Kneuer ist beim Weltkongress der Politikwissenschaft in Montreal in den Vorstand der Internationalen Vereinigung für Politikwissenschaft (IPSA) gewählt worden. Die Amtsperiode beträgt zunächst zwei Jahre. Innerhalb des Vorstands ist Professorin Kneuer für internationale Kooperation in Forschung und Lehre zuständig. Die Weltorganisation der Politikwissenschaft wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Unesco angestoßen. Unter ihrem Schirm fand 1949 die Gründung der IPSA statt. Ziel war es, den intellektuellen Austausch von Politikwissenschaftlern weltweit zu fördern. Heute sind über 4 000 Forscher, über 50 nationale Vereinigungen sowie fast hundert institutionelle Mitglieder in der IPSA vertreten. Ein wichtiger Auftrag besteht weiterhin darin, akademische Netzwerke zwischen Ost und West sowie zwischen Nord und Süd zu knüpfen, zwischen Politikwissenschaftlern in jungen und etablierten Demokratien. Gerade aber in autoritären Regimen bleibt die unabhängige Ausübung der Disziplin schwierig. Die Weltkongresse bilden daher ein wichtiges Forum des Austausches. Mit den nächsten Kongressen in Istanbul (2016) und Brisbane (2018) bewegt sich die IPSA bewusst in Regionen, die bislang noch unterrepräsentiert sind.

Marianne Kneuer ist seit 2011 Professorin für Politikwissenschaft am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim. Sie ist Sprecherin des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft und war von 2011 bis 2013Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. In der IPSA hat sie 2011 die Forschungsgruppe „Demokratische Qualität“ gegründet, die sie seither auch leitet. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Demokratie- und Europaforschung. An der Universität Hildesheim hat sie den Forschungsschwerpunkt „Politik und Internet“ etabliert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare