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Fischtreppen für die Espolde

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Die Fotosimulation verdeutlicht die mehrstufige Beckenstruktur der Hevenser Fischtreppe.
Die Fotosimulation verdeutlicht die mehrstufige Beckenstruktur der Hevenser Fischtreppe. © Reinhard Hoppenheit

Hevensen – Bereits im August 2020 erhielt der Leineverband den Förderbescheid des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit einer 90-prozentigen Förderung für die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Espolde bei Hevensen. Die Projektkosten sind mit rund 70.000 Euro veranschlagt. Zunächst wurde das nicht mehr funktionsfähige Wehr in der Espolde beseitigt. Die Anlage diente ursprünglich der Regulierung des Einstroms in den Mühlengraben, der die ehemalige Mühle an der Mühlenstraße speiste. Da es im Ort keinen Mühlenbetrieb mehr gibt, dient der weitgehend verlandete Mühlengraben künftig nur noch streckenweise zur Niederschlagsbeseitigung. Dazu bringt die Stadt Hardegsen einen bestehenden Graben als Querverbindung zur Espolde auf.

Jetzt ist in Höhe des abgerissenen Wehranlage auf einer Gewässerstrecke von knapp 40 Metern eine Fischaufstiegshilfe in Form von Beckenstrukturen entstanden, die es den heimischen Fischarten, wie der Bachforelle, ermöglicht, dort wieder zu wandern und auch zu laichen. Der Rückbau der Wehranlage und die damit verbundene ökologische Durchgängigkeit der Espolde ist ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz. Nach einer Bauzeit von nur zweieinhalb Wochen ist die Fischtreppe bereits fertiggestellt Die trockene Witterung war maßgeblich für den raschen Baufortschritt. Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) unterstützt die Renaturierung im Rahmen des sogenannten Espoldepools mit rund 5.000 Euro. Die restlichen Kosten und Gebühren werden von der Stadt Hardegsen getragen. Der Leineverband war projektverantwortlich von der Antragstellung bis hin zur Umsetzung und wurde dabei von einem Büro für Freiraumplanung unterstützt.

Bei einem Ortstermin bedankte sich die Hardegser Bauamtsleiterin Karin Stutz im Namen der Stadt beim Angelverband Göttingen, dessen Mitglieder vor Einrichtung der Baustelle die dortigen Fische geborgen und umgesetzt hatten. Weiterhin lobte sie die konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit mit Jürgen Ropeter, dessen Wasserbüffel die Weiden im Baustellenbereich naturschutzrechtlich pflegen, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Northeim, dem Wasserrechtsinhaber Henning Ropeter, der Feldmarkgenossenschaft Hevensen, der Niedersächsischen Landgesellschaft, dem Büro für Freiraumplanung und vor allem dem Leineverband als projetverantwortlicher Organisation. rh

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