Mit neuem Flyer wollen die Mitstreiter der Bürgerinitiative sowohl an die Bevölkerung als auch an die Ratsvertreter appellieren

„Zukunft-Gronau“ will die Zeit nutzen

Die Bürgerinitiative „Zukunft-Gronau – hier Lars Wedekind, Beata Hamann und Uwe Bode – präsentiert ihren neuen Flyer, in dem das Fachmarktzentrum kritisch unter die Lupe genommen wird. Foto: Klein

GRONAU Die Bürgerinitiative „Zukunft-Gronau“ wird wieder aktiv: Noch ist keine endgültige politische Entscheidung in Sachen Fachmarktzentrum gefallen. Lediglich der Landkreis Hildesheim hat im Rahmen seiner raumordnerischen Beurteilung grünes Licht für das Vorhaben mit einer Verkaufsfläche von rund 3 880 Quadratmetern im Westen Gronaus gegeben. Für die Initiative heißt es nun, die verbleibende Zeit zu nutzen. „Das ist unsere letzte Chance“, sagt Karsten Mentzendorff von der Initiative – und präsentiert den neuen Flyer der Initiative.

„Wir haben alle unsere Argumente zusammengetragen“, verdeutlicht Karsten Mentzendorff mit Blick auf den kompakten Flyer, in dem das Vorhaben im Westen der Leinestadt kritisch unter die Lupe genommen wird. Damit wollen die Mitstreiter der Initiative „Zukunft-Gronau“ die Bevölkerung nicht nur aufklären, sondern zugleich auch an diese appellieren. Denn „uns sprechen ständig Leute an, was das für ein Blödsinn ist“, spricht er das geplante Einkaufszentrum im Westen der Stadt an und hofft, das Blatt doch noch wenden zu können.

Das Konzept

Das derzeitige und vom Landkreis genehmigte Konzept sieht „Edeka“ als Ankermieter mit 2 330 Quadratmetern vor. Des Weiteren sind „Rossmann“ mit 650 Quadratmetern, „Takko“ und „Deichmann“ mit jeweils 450 Quadratmetern, die Entertainment- und Sportsbar mit knapp über 1 000 Quadratmetern sowie das Asia-Restaurant mit 830 Quadratmetern ebenso vorgesehen wie Platz für örtliche Geschäftsleute.

Weitreichende Folgen

Welche Gefahren die Initiative im Fachmarktzentrum sieht, wird im Flyer veranschaulicht: „Es handelt sich hier nicht darum, ob etwa ein Kreisel mit Kunst oder mit Bepflanzung versehen wird. Diese Entscheidung würde Folgen für viele Existenzen, für das Stadtbild und schließlich für die Lebensqualität der Bürger haben. Diese Folgen wären unumkehrbar“, heißt es in dem Flyer mit einer Erstauflage von rund 1 000 Exemplaren. Allein 500 bis 600 Flyer sind beim Frühlingsmarkt in der Innenstadt vor gut einer Woche verteilt worden. „Dort haben wir viele interessante Gespräche führen können“, zeigt sich Karsten Mentzendorff mit dem Zuspruch für die Arbeit der Initiative zufrieden. Einige „Feinheiten“ sind noch am Flyer vorgenommen worden, so dass eine zweite Auflage demnächst in Druck gehen kann. In welchem Umfang aber ist noch unklar. Ideal aber wäre laut Mentzendorff die Flyer an alle Haushalte zu verteilen, um die Informationen möglichst breit zu streuen. „Wir wollen die Bevölkerung mobilisieren und versuchen, unsere Ratsvertreter doch noch zu überzeugen“, sagt Karsten Mentzendorff: „Wir können nur auf Einsicht hoffen.“ Er vermisse im Rahmen der Diskussion nämlich zweierlei: Zum einen würden die Befürworter die positiven Aspekte eines Fachmarktzentrums nicht ausreichend begründen, zum anderen würden sie die Gefahren, die ein solches Zentrum verursachen würde, nicht plausibel widerlegen können.

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