Gronaus Gesamtschule hält „einzigartiges Profilangebot“ für Oberstufe im Landkreis Hildesheim vor

„Wir sind stolz und glücklich“

Freuen sich auf den Start der Oberstufe im kommenden Jahr (von links): Fachdienstleiter Karl-Heinz Brinkmann vom Landkreis Hildesheim, Schulelternratsvorsitzende Sonja Skarba-Döring, Sascha Werhahn (Fachbereich Naturwissenschaften und Mathematik), Helen Haas (gesellschaftlicher und musischer Bereich), Gymnasialzweigleiterin Andrea Grätz, Ann-Kathrin Klähn (Fachbereich Naturwissenschaften) und Schulleiter Christian Schwarze. Foto: Klein

GRONAU „Wir sind eine Gesamtschule mit einer gymnasialen Oberstufe“ – mit diesen Worten eröffnete Christian Schwarze die kleine Pressekonferenz. Obwohl die positive Nachricht für Gronaus Kooperative Gesamtschule (KGS) fast zwei Wochen zurückliegt, ist dem Schulleiter und seinem Team die Freude noch deutlich anzusehen. Wie aber wird die KGS-Oberstufe nun aussehen?

Wer das KGS-Team kennt, kann sich sicher sein: Großes Engagement und eine enorme Motivation stecken in der gesamten Planung – dies ist seit dem KGS-Startschuss im Jahr 2009 deutlich zu spüren. Und genau so soll es weitergehen, wie die vierköpfige Kerngruppe „Oberstufe“ unter der Führung von Gymnasialzweigleiterin Andrea Grätz gestern durchblicken ließ. „Wir sind stolz und glücklich“, verriet die Pädagogin, die mit ihrer Planungsgruppe längst inhaltliche Vorbereitungen in Angriff nehmen konnte (die LDZ berichtete). Aus eigener Kraft heraus kann die KGS-Oberstufe im kommenden Jahr mit 67 Schülern, den jetzigen Neuntklässlern, starten. Nötig gewesen für den Beginn wären 54 Jugendliche. Der Einstieg auf dem Weg zum Abitur erfolgt in der zehnten Klasse – mit der Einstiegsphase.

Wie Ann-Kathrin Klähn aus dem Fachbereich Naturwissenschaften erläuterte, legen die Schüler zunächst einen so genannten Kompetenztest ab. Dieser legt Defizite offen, die es für die Schüler anzupacken gilt. Hierfür erhalten die Jugendlichen gezieltes Material und werden von den Lehrern aus allen Fachbereichen betreut. Das Konzept nennt sich KompaS – kurz für Kompetenzaufbaustunden. Demnach erhalten die Zehntklässler vier zusätzliche Stunden, um Defizite in den Fächern Schritt für Schritt abzubauen. „Wir wollen den Schülern Sicherheit geben“, betonte Andrea Grätz, dass in der KGS alle Jugendlichen zu ihrem bestmöglichen Abschluss geführt werden sollen. Zunächst werden die KompaS im Klassenverband erfolgen, später sollen diese Strukturen aber gelöst werden. Das Ziel soll schließlich sein, die Jugendlichen zu eigenverantwortlichem Lernen hinzuführen. „Das ist aus meiner Sicht schon ein einzigartiges Profilangebot“, lobte Fachdienstleiter Karl-Heinz Brinkmann vom Landkreis Hildesheim.

Im Jahr 2015 sollen dann auch die hauseigenen Realschüler der Gesamtschule die Möglichkeit erhalten, in die Oberstufe einzusteigen. Voraussetzung für alle Jugendlichen – auch von anderen Schulen – ist der Erwerb des erweiterten Sekundarabschlusses I. Zehntklässler mit diesem Abschluss beginnen die Oberstufe mit der Einstiegsphase, um möglichst gut in das System integriert zu werden und um gut gerüstet in die so genannte Qualifikationsphase einsteigen zu können. Diese beginnt in Klasse elf.

Die Schüler wählen dann aus drei unterschiedlichen Schwerpunkten aus – sprachlich, gesellschaftswissenschaftlich oder naturwissenschaftlich. Für den letzteren Schwerpunkt hob Christian Schwarze noch einmal hervor, dass mit dem Fachtrakt auch räumlich optimale Lernbedingungen für die Schüler geschaffen werden. Dieser wird in 14 Tagen feierlich eingeweiht. Insgesamt lobte er zudem die „sehr intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem Schulträger. Die KGS hatte im Jahr 2009 bereits „einen guten Start“ – und „gute Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren“ seien ein Beleg für die „hohe qualitative Arbeit“, freute sich Christian Schwarze. Dass die KGS bei allem sowohl Schüler als auch Eltern hinter sich hat, bestätigt Schulelternratsvorsitzende Sonja Skarba-Döring: „Die Zusammenarbeit ist etwas ganz Besonderes. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch.“ Es sei für die Schüler von Anfang an klar gewesen: „Sie wollen hier an der KGS auch ihr Abitur ablegen“, betonte die Schulelternratsvorsitzende.

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